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Die Familien von fünf in Venezuela getöteten jungen Männern haben den gestürzten Präsidenten Nicolás Maduro vor einem US-Gericht verklagt und behauptet, er habe die außergerichtlichen Tötungen als Teil eines umfassenderen Musters staatlicher Gewalt angeordnet.
In der 44-seitigen Beschwerde heißt es, dass Maduro die Männer zwischen 2017 und 2020 von einer Elite-Sicherheitstruppe namens Special Action Forces (FAES) hinrichten ließ.
Darin heißt es, dass die Opfer zu Tausenden gehörten, die unter Maduros Kommando von Einheiten wie der FAES getötet wurden, die sich 2021 auflöste, nachdem unter anderem die Vereinten Nationen Beschwerden über Menschenrechtsverletzungen eingereicht hatten.
Maduro sitzt derzeit in einem New Yorker Gefängnis und wartet auf seinen Prozess wegen Drogenhandels, nachdem das US-Militär ihn im Januar bei einer außerordentlichen Razzia in Venezuela seines Amtes enthoben hatte.
Während seiner Präsidentschaft von 2013 bis 2026 wurde ihm vielfach vorgeworfen, er nutze politische Repression, um an der Macht zu bleiben.
In der Zivilklage, die beim Bundesgericht in Brooklyn eingereicht wurde, heißt es, dass die mutmaßlichen Morde an den fünf jungen Männern einem bekannten Muster außergerichtlicher Morde unter Maduro folgten.
Darin wird beschrieben, wie FAES-Beamte am frühen Morgen ganz in Schwarz gekleidet und mit verdeckten Gesichtern in die Nachbarschaft der Opfer kamen und die Männer von ihren Familien trennten, bevor sie sie erschossen. Beamte fabrizierten dann Narrative, die Opfer hätten sich „der Autorität widersetzt“.
„Maduro nutzte FAES als politisches Instrument und Mechanismus der sozialen Kontrolle, um abweichende Meinungen gewaltsam zu unterdrücken, Viertel mit niedrigem Einkommen zu terrorisieren und politische Opposition auszuschalten“, heißt es in der Klage.
„Tatsächlich wird FAES weithin als ‚Todesschwadron‘ oder ‚Vernichtungsgruppe‘ betrachtet“, heißt es weiter.
In der Klage heißt es, dass eine voreingenommene venezolanische Justiz die Verantwortlichkeit für die Morde verhindert habe.
Die Familien, deren Identität aus Sicherheitsgründen geschützt ist, haben nach dem Folteropferschutzgesetz der Vereinigten Staaten geklagt und fordern von Maduro eine finanzielle Entschädigung.
Es wird erwartet, dass der ehemalige starke Mann Immunität als Staatsoberhaupt anstrebt, berichtete die New York Times.
In seinem Strafverfahren, in dem er zusammen mit seiner Frau Cilia Flores angeklagt wird, hat Maduro sich selbst zum „Kriegsgefangenen“ erklärt.
Er hat sich in den vier Anklagepunkten, mit denen er konfrontiert ist, nicht schuldig bekannt: Verschwörung zum Drogenterrorismus, Verschwörung zur Einfuhr von Kokain, Besitz von Maschinengewehren und zerstörerischen Geräten sowie Verschwörung zum Besitz von Maschinengewehren und zerstörerischen Geräten.
Zusätzliche Quellen • AFP
