„Ein unglaublich umkämpftes Spiel“
Bremen schlägt Mainz: Er ist der Mann des Matches
24.10.2026 – 18:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Torjäger Niclas Füllkrug führt Werder zum Sieg bei den Rheinhessen und schickt ein weiteres Signal an Bundestrainer Jürgen Klopp.
Der Torgarant von Werder Bremen strahlt, reißt die Fäuste nach oben und lässt sich von seinen Mitspielern feiern: Niclas Füllkrug hat Werder Bremen durch das 3:2 (2:1) beim FSV Mainz 05 an die Spitzengruppe herangeführt. Vor allem aber unterstrich er seinen Anspruch auf eine Rückkehr ins deutsche Nationalteam.
„Es war ein unglaublich umkämpftes Spiel. Wir haben in den richtigen Momenten getroffen“, sagte Füllkrug bei Sky, er schwärmte von einer „tollen Leistung“ seiner Mannschaft. Die Wut bei seiner Auswechslung begründete der Angreifer mit seiner Erschöpfung: „Je kaputter man ist, desto größer die Emotion. Das war hitzig – und witzig jetzt im Nachhinein.“
- „Will nicht mehr darüber reden“: Füllkrug reagiert genervt auf Frage
Zwei verwandelte Foulelfmeter
Füllkrug trifft jedenfalls weiter: Mit zwei verwandelten Foulelfmetern (7./25.) trug der 33-Jährige maßgeblich zum dritten Saisonsieg der Grün-Weißen bei. Füllkrug, der sich nach dem Abpfiff noch eine Auseinandersetzung mit dem Mainzer Nadiem Amiri geliefert hatte, traf im sechsten Ligaspiel in Folge und steht inzwischen bei acht Toren.
Dazu war Ludovit Reis (61.) für die Gäste erfolgreich. Mainz verpasste trotz der Tore von Anthony Caci (33.) und Jae-Sung Lee (63.) den ersten Heimsieg der Saison, zuletzt hatte der FSV im März in der Liga zu Hause gewonnen. „Mir geht es auf den Sack, dass wir zu Hause immer den Anfang verschlafen“, schimpfte Amiri.
Temporeiches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten
Anders als in den vorherigen drei Partien musste Werder dieses Mal keinem Rückstand hinterherlaufen. Als erste Mannschaft der Bundesliga-Geschichte hatten die Bremer zuletzt dreimal nach einem 0:2 noch gepunktet.
Nach der Werder-Führung entwickelte sich ein temporeiches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Bremen profitierte aber von einem weiteren plumpen Foul der Gastgeber: Der Mainzer Danny da Costa brachte Marco Grüll zu Fall, Füllkrug, der schon in der Vorwoche gegen den SC Paderborn (2:2) doppelt getroffen hatte, verwandelte auch den zweiten Elfmeter sicher.
Nachdem sich für den Torjäger bei einer Ecke frei im Strafraum sogar die Chance auf den dritten Treffer ergeben hatte, verkürzte Caci per Kopf. Mainz erhöhte danach den Druck. Die Bremer sahen sich nach dem Seitenwechsel zahlreichen Angriffen der Rheinhessen ausgesetzt. Reis hatte beim 3:1 Glück, dass Mwene den Ball unhaltbar abfälschte. Lees schnelle Antwort per Kopf schuf Spannung in der Schlussphase.
