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You are at:Home»Gesundheit»Neurodermitis bei Babys und Kindern: Erkennen und lindern
Gesundheit

Neurodermitis bei Babys und Kindern: Erkennen und lindern

wochentlich.deBy wochentlich.de13 Dezember 2023Keine Kommentare3 Mins Read
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Neurodermitis bei Babys und Kindern: Erkennen und lindern
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Juckreiz, Ekzeme und schuppige Haut. Neurodermitis ist für Kinder besonders belastend. Wie ausgeprägt sie ist und an welchen Körperstellen sie auftritt, variiert mit dem Alter.

Neurodermitis gehört zu den häufigsten chronischen Hauterkrankungen bei Kindern. In Deutschland sind 9,4 Prozent der Kinder bis 15 Jahre sowie jedes vierte Baby und Kleinkind betroffen. Die Krankheit verläuft in Schüben und kann sich im Laufe der Zeit auch wieder bessern. Je nach Lebensalter können sich die Symptome der Neurodermitis auch verändern. An welchen Körperstellen sich die Ekzeme bilden, ist altersbedingt unterschiedlich.

Was ist Neurodermitis?

Bei einer Neurodermitis (auch atopisches oder endogenes Ekzem sowie atopische Dermatitis) ist die natürliche Hautbarriere durch Entzündungsreaktionen in der Haut geschädigt. Dadurch kann die äußerste Schutzschicht der Haut, die Hornschicht, den Körper nicht ausreichend schützen. Dahinter steckt vermutlich eine erblich bedingte Störung des Immunsystems. Aber auch Umwelteinflüsse oder Allergien spielen eine Rolle, also Überempfindlichkeiten gegenüber bestimmten Stoffen.

Die Symptome treten in der Regel schubweise auf. Während dieser Schübe verstärken sich die Ekzeme und auch der Juckreiz. Die Haut ist an den betroffenen Stellen gerötet und kann von nässenden Bläschen bedeckt sein. Die Schwere der Schübe ist aber von Person zu Person unterschiedlich. Wenn die Erkrankung schon länger besteht, kann sich die Haut dort, wo die Ekzeme auftreten, dauerhaft verdicken.

Neurodermitis: Typische Stellen bei Babys, Kindern und Jugendlichen

An welchen Körperstellen die Hautentzündungen auftreten, hängt vom Alter ab. Bei Babys sind vor allem die Wangen und die Außenseiten der Arme und Beine betroffen – seltener zeigt sich eine Neurodermitis auf Rücken, Bauch und Brust. Die Ekzeme in dieser Altersgruppe sind meist nässend und bilden Bläschen. Später verkrusten sie und werden gelblich (Milchschorf).

Bei Kindern treten die Ekzeme vorwiegend an den Beugeseiten der Arme, den Schienbeinen, dem Nacken sowie den Rückseiten der Beine auf. In Einzelfällen kann aber auch das gesamte Gesicht betroffen sein. Die Ekzeme nässen meist nicht mehr so stark wie bei Säuglingen, sondern sind eher trocken.

In der Pubertät klingt die Neurodermitis häufig ab. Falls nicht, geht sie im Jugend- und Erwachsenenalter meist mit etwas anderen Symptomen einher als im Kindesalter: Die Ekzeme treten nun bevorzugt an den Handinnen- und Außenflächen, den Ellenbeugen und Innenseiten der Oberarme, dem Nacken, den Kniekehlen und den Füßen auf.

Neurodermitis: eine Herausforderung für Kinder und Eltern

Neurodermitis ist unangenehm und belastend. Oft sind die entzündlichen Stellen so trocken, dass sie aufreißen und Schmerzen bereiten. Das Jucken wiederum führt zu Kratzen, wodurch die Haut weiter geschädigt wird.

Säuglinge und Kinder mit einer schweren atopischen Dermatitis leiden meist unter Schlafstörungen, wodurch auch die Bettruhe der Eltern gestört wird. Tagsüber sind die jungen Patienten oft gereizt und unkonzentriert, was bei Schulkindern negative Auswirkungen auf ihre Leistungen in der Schule haben kann. Für die Familien bedeutet das eine Dauerbelastung, die schnell zu einer Überforderung werden kann.

Die Deutsche Allergie- und Hauthilfe rät betroffenen Eltern daher, Hilfsangebote anzunehmen, die auf Antrag auch von den Krankenkassen erstattet werden. Hierzu gehören beispielsweise Neurodermitisschulungen (AGNES, ARNE), die Fachwissen über die Erkrankung liefern, und Tipps für den Alltag mit jungen Neurodermitis-Patienten geben. Im Rahmen der Schulung lernt man auch, dass die richtige Ernährung den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen kann.

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