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Neues Flohmarkt-Konzept stößt auf Kritik – das sagt die Betreiberin

wochentlich.deBy wochentlich.de17 Januar 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Neues Flohmarkt-Konzept stößt auf Kritik – das sagt die Betreiberin
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Am Leopoldplatz in Berlin

Flohmarkt-Konzept stößt auf Kritik: Das sagt die Betreiberin


17.01.2026 – 07:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Der Flohmarkt auf dem Leopoldplatz (Archivbild): Ein neues Konzept soll frischen Wind bringen. (Quelle: imago stock&people/imago)

Ein Flohmarkt will mit einem neuen Konzept auf dem Leopoldplatz punkten – und erntet Kritik. Doch die Betreiberin widerspricht.

Der Markt am Leopoldplatz ist ein Urgestein im Kiez – doch seit einer Woche findet er jeden Samstag unter einem neuen Konzept statt. Das geht aus Beiträgen der Betreiberin auf Instagram und auf ihrer Webseite hervor. Das stößt in den Kommentarspalten auf Kritik.

Denn Nutzer befürchten eine zunehmende Gentrifizierung des Trödelmarktes. Eine Person kommentiert unter einem Instagrambeitrag: „Die Leute werden verdrängt. Viele werden nicht wiederkommen, für die anderen werden die Standpreise fast verdoppelt, und sie müssen Gewerbescheine beantragen.“ Sie schreibt weiter: „Geht doch auf eure Märkte im Prenzlauer Berg und lasst den Menschen diesen immer gut besuchten Markt.“

Weitere Nutzer stimmen ihr in der Kommentarspalte zu. Doch ist da was dran? Die neue Betreiberin des „Leo-Flohmarktes“, Sabrina Pützer, weist die Kritik im Gespräch mit der Berliner Lokalredaktion von t-online zurück. Der Fokus des Marktes liege weiter auf einem traditionellen Trödelmarkt-Konzept, so Pützer. Neuware sei weiterhin nicht erlaubt, stattdessen gebe es eine Reihe mit Kunsthandwerk. Auch die früheren Händler verkaufen dort weiterhin ihre Waren.

Der Flohmarkt soll Treffpunkt für die Menschen im Kiez sein, damit alle „persönliche Schätze für einen schmalen Taler“ finden können. Neben dem neuen Flohmarkt findet ab Mai jeden Sonntag wieder der Weddingmarkt statt. Dabei versuche Pützer, sich mit dem Konzept etwas abzugrenzen, etwa durch unterschiedliche Gastronomieangebote. „Ich würde mir den Weddingmarkt ja sonst kaputtmachen“, sagt Pützer weiter.

Obwohl der erste Tag des neuen Flohmarkts wegen der unklaren Wetterlage am vergangenen Samstag stressig gewesen sei, zieht Pützer eine positive Bilanz. Die Müllsituation habe sich am ersten Wochenende des neuen Flohmarkts deutlich verbessert. Nach früheren Veranstaltungen waren laut Pützer mindestens zwei Container voller Abfall angefallen.

Bei dem Flohmarkt am vergangenen Samstag blieb nur ein halber 60-Liter-Sack übrig. Das liege auch am neuen Konzept: „Die Händler werden über korrekte Müllentsorgung informiert und müssen bei Verstößen mit Geldstrafen oder Ausschluss rechnen“, sagt Pützer weiter.

Auf dem neuen Flohmarkt können nach Angaben der Betreiberin sowohl Privatpersonen als auch gewerbliche Händler einen Stand buchen. Auf der Webseite ist dafür ein eigenes Portal freigeschaltet. Der Preis für eine Fläche liegt bei 30 Euro, für eine Fläche mit Marktstand sind es 45 Euro. Das niedrigschwellige Angebot soll auch jüngere Menschen aus dem Kiez anziehen, sagt Pützer. Für dauerhafte Standbesitzer gelten andere Preise. Der „Leo-Flohmarkt“ findet jeden Samstag von 10 bis 16 Uhr statt, der Eintritt ist kostenlos.

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