Lehrlinge sollen während ihrer Berufsausbildung in Berlin leichter eine bezahlbare Wohnung oder ein Zimmer finden. Mit dem neuen Ausbildungsjahr startet dazu das Projekt Azubi-Wohnen. Laut Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) soll es zunächst rund 150 Wohnplätze für Auszubildende geben.
Dabei solle es sich um kleine Apartments oder auch WGs handeln. Los gehe es im Sommer 2026. Geplant sei, das Angebot danach schrittweise auszubauen und durch zusätzliche Beratungsangebote zu ergänzen. Die Miete soll bei ungefähr 350 Euro im Monat liegen.
Zum 1. Januar treten wesentliche Teile der Verwaltungsreform in Kraft. Konkret betrifft das ein sogenanntes Landesorganisationsgesetz und mehrere Verfassungsänderungen. Mit der Reform soll unter anderem klar geregelt werden, welche Aufgaben von welcher Verwaltung übernommen werden, wofür der Senat und wofür die Bezirke zuständig sind.
Das bisherige „Behörden-Pingpong“, also das Hin- und Herschieben von Zuständigkeiten, soll aufhören. Außerdem ist eine bessere gesamtstädtische Steuerung durch die Senatsebene geplant. Die Bezirke sollen bei Vorhaben, die sie betreffen, aber frühzeitig eingebunden werden. Bis das große Reformvorhaben konkrete Auswirkungen auf die Bürger hat, dürfte es indes noch dauern.
Im April wird ein digitales Willkommenszentrum in erweiterter Form in Betrieb genommen. Damit schafft Berlin laut Senatsverwaltung für Integration eine „zeitgemäße, leicht zugängliche Informationsplattform“ für Menschen, die aus dem Ausland nach Berlin ziehen.
Diese können sich auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Russisch oder Türkisch über Anmeldung, Wohnungssuche, Zugang zum Gesundheitswesen, Aufenthaltsrecht, Arbeitsmarkt und viele anderen Themen informieren. Behördendeutsch wird vermieden, Beispielunterlagen und Videos sollen es leicht machen, sich zurechtzufinden.
