Neue Variante
Droht mit Stratus die nächste Corona-Welle?
18.09.2025 – 19:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen aktuell wieder an. Grund dafür ist Stratus, eine neue Virusvariante. Was das für den Herbst bedeuten könnte.
Mit der Variante Stratus (wissenschaftlich XFG) breitet sich derzeit ein neuer Corona-Stamm rasant aus. Sie ersetzt laut dem Robert Koch-Institut (RKI) die zuvor dominante Nimbus-Variante. Welche Risiken bestehen, wie wir uns schützen können und ob ein neuer Corona-Herbst wahrscheinlich ist.
Stratus wird laut Weltgesundheitsorganisation WHO als „Variante unter Beobachtung“ eingestuft. Das heißt: Die WHO überwacht das Infektionsgeschehen. Erstmals wurden Infektionen mit Stratus Anfang 2025 in Deutschland nachgewiesen. Seitdem hat die Variante in kurzer Zeit an Verbreitung gewonnen und verdrängt zunehmend die bisher vorherrschende Nimbus-Variante.
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden in der 37. Kalenderwoche 2025 insgesamt 2.396 Infektionen übermittelt. In der Vorwoche waren es noch 2.153 gewesen. Damit setzt sich der Anstieg fort, der bereits seit Ende August zu beobachten ist. Wichtig ist jedoch: Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher ausfallen, da kaum noch getestet wird und das RKI nur durch PCR-Tests bestätigte Infektionen zählt.
Beim Anstieg des Infektionsgeschehens wirken mehrere Faktoren zusammen:
Die Daten zeigen aber auch: Eine schwere Krankheitswelle ist derzeit nicht zu erkennen. Die Zahl schwerer Atemwegserkrankungen in den Krankenhäusern bleibt auf niedrigem Niveau. Auch in Hausarztpraxen zeigt sich derzeit kein außergewöhnlicher Andrang von Corona-Patienten.
Ein neuer Corona-Herbst ist möglich, aber nicht zwingend oder unvermeidbar. Die Variante Stratus zeigt, dass das Virus weiter mutieren kann und sich in günstigeren Bedingungen (weniger Lüften, mehr Kontakte innen) schneller ausbreitet. Aber bisher spricht vieles dafür, dass schwere Krankheitsverläufe weiterhin seltener sein könnten, insbesondere bei geimpften und genesenen Menschen.
Wenn Auffrischimpfungen und Eigenverantwortung (zum Beispiel bei Symptomen und Hygieneverhalten) gut funktionieren, kann ein möglicher Infektionsanstieg moderat verlaufen.
