Forscher raten dazu

Einfache Maßnahme schützt vor Demenz


04.09.2025 – 09:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Demenzkrank: Das Risiko für die Krankheit lässt sich erheblich mildern. (Quelle: Photodjo/getty-images-bilder)

1,8 Millionen Deutsche sind an Demenz erkrankt. Doch das Risiko für die Krankheit lässt sich deutlich senken. Auch mit einem einfachen Hilfsmittel.

Brillen und Kontaktlinsen sind anerkannte Hilfsmittel, um einen Sinnesverlust auszugleichen. Hörgeräte hingegen sind jedoch längst nicht so verbreitet. Nur zwischen drei und fünf Millionen Deutsche tragen ein solches. Viele ältere Menschen hören zwar schlecht, tragen aber kein Hörgerät. Dabei könnte genau das helfen, das Risiko für Demenz zu senken. Eine neue US-Studie liefert nun eindeutige Hinweise.

Ausgewertet wurden die Daten von fast 3.000 Menschen ab 60 Jahren mit diagnostiziertem Hörverlust. Alle waren zu Beginn nicht an Demenz erkrankt. Der Beobachtungszeitraum betrug 20 Jahre. Die Teilnehmer wurden unterschieden in Personen, die regelmäßig ein Hörgerät trugen und solche, die dies nicht taten.

Ziel der Studie war es, herauszufinden, ob sich das Risiko für eine neu auftretende Demenz unterscheidet. 20 Prozent der Teilnehmer entwickelten eine Demenz, 42 Prozent waren zum Zeitpunkt des Hörtests unter 70 Jahre alt. Bei Personen, die zum Zeitpunkt des Hörtests älter waren, ergaben sich keine signifikanten Unterschiede.

Teilnehmer, die ein Hörgerät trugen, hatten ein um 61 Prozent geringeres Risiko, an Demenz jeglicher Ursache zu erkranken. Personen (unter 70 Jahren), die nicht unter einem Hörverlust litten, hatten gegenüber der Vergleichsgruppe ein 29 Prozent geringeres Demenzrisiko. Das unterstreicht, wie wichtig gutes Hören im Alter ist.

Die Studienautoren raten daher zu einer frühzeitigen Behandlung von Hörverlust.

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