Neue Funktionen

GMX rüstet E-Mail-Postfächer auf – mit einer Einschränkung


21.05.2026 – 13:15 UhrLesedauer: 2 Min.

GMX bringt KI ins E-Mail-Postfach: Nicht alle Funktionen sind kostenlos nutzbar. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Suriyo Munkaew/imago)

KI fürs E-Mail-Postfach: GMX startet neue Funktionen für Millionen Nutzer. Doch nicht alle davon sind für jeden verfügbar.

Der E-Mail-Anbieter GMX hat eine Künstliche Intelligenz in seine Postfächer integriert. Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz können die neuen Funktionen ab sofort in einer Beta-Phase ausprobieren, teilte der Anbieter mit.

Demnach soll die KI beim Lesen, Schreiben und Suchen von E-Mails helfen. Lange Nachrichten lassen sich auf Knopfdruck zusammenfassen, beispielsweise Newsletter oder Mails zu Verträgen und Reisebuchungen. Die Zusammenfassung ist auf Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch verfügbar.

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Beim Verfassen einer Mail kann die KI Texte überarbeiten, im Ton anpassen – etwa von informell auf professionell – oder in eine andere Sprache übersetzen. Die neuen KI-Werkzeuge sind zunächst nur im Browser nutzbar, in der GMX-App auf dem Smartphone fehlen sie noch.

Volltextsuche nur für zahlende Kunden

Eine weitere Funktion erlaubt es, das Postfach in natürlicher Sprache zu durchsuchen. Statt einzelner Stichworte können Nutzer ganze Fragen stellen, etwa wann eine bestimmte Rechnung abgebucht wurde oder wo der Boardingpass für einen Flug abgelegt ist. Diese Suche steht allerdings nur Kunden mit einem kostenpflichtigen Abo zur Verfügung. Die Funktionen zum Zusammenfassen und Formulieren sind dagegen für alle Konten kostenfrei.

Neue Funktionen im GMX-Postfach: KI hilft Nutzern beim Schreiben und Übersetzen. (Quelle: GMX)

Die Verarbeitung der Daten erfolgt nach Unternehmensangaben ausschließlich auf eigenen Servern in Deutschland. Sprachmodelle externer Anbieter wie OpenAI oder Anthropic kämen nicht zum Einsatz, teilte GMX mit. Die Inhalte würden weder weitergegeben noch für das Training von KI-Modellen verwendet. Voraussetzung für die Nutzung der Werkzeuge ist zudem eine aktive Zustimmung im Postfach.

Wie es bei Gmail, Web.de und Co. aussieht

Bei anderen großen E-Mail-Diensten ist die Lage unterschiedlich. Google hat Gmail Anfang 2026 mit seiner KI Gemini verknüpft. Auch dort lassen sich Konversationen zusammenfassen und Texte mit der Funktion „Hilf mir beim Schreiben“ formulieren. Die Suche per Frage bleibt zahlenden Abonnenten vorbehalten. Die Verarbeitung läuft in der Google-Cloud.

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Auch das Schwesterunternehmen Web.de, das wie GMX zum Karlsruher Konzern United Internet gehört, will die neuen KI-Funktionen demnächst anbieten. Bei freenet Mail und der Telekom Mail (mit den Endungen @t-online.de und @magenta.de) arbeitet KI bisher nur im Hintergrund – etwa für Spamfilter oder die automatische Sortierung in Kategorien wie „Bestellungen“ oder „Newsletter“. Generative KI zum Schreiben oder Zusammenfassen von E-Mails bieten beide Dienste bislang nicht an. Die Telekom Mail ist nicht zu verwechseln mit dem Nachrichtenportal t-online, das zur Ströer-Gruppe gehört.

GMX nutzt KI bereits seit Jahren für die Postfach-Sortierung sowie für den Spam- und Phishing-Schutz. Die neuen generativen Funktionen kommen ergänzend hinzu. Wann die Beta-Phase endet und ob die KI-Suche künftig auch für kostenlose Konten verfügbar sein wird, teilte GMX nicht mit.

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