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Politik

Neue Details zur Technik der Sprengstoff-Drohne

wochentlich.deBy wochentlich.de7 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Neue Details zur Technik der Sprengstoff-Drohne
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SIM-Karte, 5G-Antenne, Konservendose

Neue Details zur Sprengstoffdrohne von Leipzig/Halle


07.08.2026 – 12:22 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Ein Polizeibeamter arbeitet nach dem Drohnenfund am Flughafen Leizipg/Halle: Womöglich wurde die Drohne per Mobilfunk aus weiter Ferne gesteuert. (Quelle: IMAGO/EHL Media/imago)

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Die Ermittlungen zur Sprengstoffdrohne laufen unter Hochdruck. Nun werden Aufbau und Steuerungstechnik des Geräts immer genauer bekannt.

Nach dem Fund einer Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Viele Fragen sind nach wie vor offen, bei ihrer Aufklärung hat der Generalbundesanwalt die Federführung übernommen. Aus den Ländern kommen Forderungen nach einem besseren Schutz der Flughäfen. Zugleich werden immer mehr Details des Vorfalls bekannt.

So hat der Mitarbeiter des Flughafens, der die Drohne in der Nacht zum Mittwoch kurz vor Mitternacht entdeckt hatte, großes Glück gehabt. Er holte das mit einer Sprengstoffvorrichtung bestückte Fluggerät nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen mit einem Fußtritt aus der Luft und brachte es zu Boden.

Drohne flog wohl schon vier Stunden vor dem Fund über dem Flughafen

Nach Angaben des Landeskriminalamts Sachsen hatte er die Drohne auf der Start- und Landebahn „Südpiste“ bemerkt. Sie befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor.

imago images 0846441105Vergrößern des Bildes
Eine Antonow An-124 am Flughafen Stuttgart: Eine solche Maschine war womöglich das Ziel der gefundenen Drohne. (Quelle: IMAGO/Daniel Kessler/imago)

Laut übereinstimmenden Informationen von „Spiegel“ und „Bild“-Zeitung hielt sich die Drohne jedoch schon gut vier Stunden früher in diesem Bereich des Flughafens auf. Demnach soll das Gerät auf bislang unbekannten Videoaufnahmen zu sehen sein, die auf Dienstagabend gegen 19.30 Uhr datiert sind.

Der Sprengstoff steckte in einer Konservendose

Nach dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen ist inzwischen bestätigt, dass für den Sprengsatz die Explosivstoffe Semtex und PETN verwendet wurden. Der Plastiksprengstoff Semtex wird bei kommerziellen Sprengungen eingesetzt. Er gelangte im Kalten Krieg mehrmals in die Hände von Terroristen – so wurde er 1988 beim Lockerbie-Bombenanschlag eingesetzt, der ein Verkehrsflugzeug über Schottland zum Absturz brachte.

Unter Berufung auf Ermittlungsergebnisse berichtet die „Bild“-Zeitung zudem über den Aufbau der Sprengvorrichtung. Demnach befand sich der Sprengstoff in einer handelsüblichen Konservendose, die an der Drohne befestigt war. Der Zünder sei in einem Loch am Boden der Dose montiert gewesen. Außerdem soll die Drohne über eine Abwurfvorrichtung verfügen. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.

Drohne per Mobilfunk gesteuert? Experte spricht von „Supergau“

Weiterhin soll die Drohne dem Bericht zufolge mit zwei SIM-Karten ausgestattet gewesen sein, die zur Steuerung der Drohne oder zur Steuerung der Abwurfvorrichtung dienen könnten. Das ZDF-Magazin „frontal“ hatte bereits am Donnerstag berichtet, dass an der Drohne 5G-Antennen verbaut gewesen seien.

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