Daten aus acht Ländern
So gut schützt die Grippeimpfung in diesem Jahr
Aktualisiert am 02.10.2025 – 09:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Impfung gegen Grippe könnte in diesem Winter viele schwere Krankheitsfälle verhindern. Das lassen neue Zahlen von der Südhalbkugel hoffen.
Während in Deutschland die Grippesaison in Kürze startet, ist sie auf der Südhalbkugel gerade zu Ende gegangen. Dort konnten Forscher nun erstmals Daten zur Wirksamkeit der diesjährigen Grippeimpfung auswerten. Die Ergebnisse stammen aus acht Ländern, darunter Australien, Argentinien und Südafrika, und wurden im Fachjournal „Morbidity and Mortality Weekly Report“ veröffentlicht.
Das positive Ergebnis: Geimpfte mussten nur etwa halb so häufig zum Arzt oder ins Krankenhaus wie Ungeimpfte.
Insgesamt flossen Daten von mehr als 40.000 Patienten in die Analyse ein. Sie litten entweder an grippeähnlichen Beschwerden oder schweren Atemwegsinfekten. Nach Auswertung der Testergebnisse und Impfstatistiken ergab sich ein Schutz vor Arztbesuchen von 50,4 Prozent und ein Schutz vor Krankenhausaufenthalten von 49,7 Prozent.
Besonders gut wirkte die Impfung als Schutz vor schweren Verläufen bei Kindern (51,3 Prozent) und Menschen mit Vorerkrankungen (51,9 Prozent). Weniger stark war der Effekt bei älteren Menschen (37,7 Prozent). Fachleute erklären dies mit der altersbedingten Schwächung des Immunsystems.
Gegen Influenza-B-Viren lag die Schutzwirkung sogar bei rund 78 Prozent, während sie bei Influenza-A-Viren niedriger ausfiel. Vor allem der Stamm A(H3N2) gilt als besonders anpassungsfähig und schwer zu bekämpfen.
Ob in der anstehenden Influenzasaison in der nördlichen Hemisphäre tatsächlich dieselben Virusstämme dominieren werden wie in der südlichen, ist noch nicht sicher abschätzbar. Die Zusammensetzung der Grippeimpfstoffe auf Nord- und Südhalbkugel ist jedenfalls identisch. Daher lassen die Daten aus dem Süden Rückschlüsse auf die bevorstehende Saison bei uns zu. Schon in der letzten Saison 2024/25 lag die Schutzwirkung der Grippeimpfung auf der Nordhalbkugel zwischen 40 und 56 Prozent (ambulante Arztkontakte) – ein ähnlicher Wert wie der jetzt beobachtete.
Wichtig bleibt: Auch wenn die Schutzrate nicht bei 100 Prozent liegt, halbiert eine Grippeimpfung das Risiko für schwere Verläufe. Das bedeutet: weniger Arztbesuche, weniger Krankenhausaufenthalte, weniger Todesfälle.
Das Robert Koch-Institut (RKI) rät, sich zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember impfen zu lassen. Besonders wichtig ist die Grippeschutzimpfung für:
