Alpina-Studie

Neuer Luxusgleiter setzt auf V8 statt auf Elektro


Aktualisiert am 16.05.2026 – 10:39 UhrLesedauer: 3 Min.

Vorerst nur eine Studie: Der Vision BMW Alpina soll zeigen, in welche Richtung sich die neue BMW-Tochter entwickeln soll. (Quelle: BMW Alpina)

BMW baut Alpina zur eigenen Luxusmarke aus. Eine Studie zeigt nun, wie neue Modelle aussehen sollen – inklusive V8 und ohne Tempolimit.

BMW integriert Alpina in seine Produktpalette. Die Marke aus Buchloe, die jahrzehntelang BMW-Modelle veredelt hat, soll künftig als eigenständige Luxusmarke innerhalb der BMW Group auftreten – zwischen der Muttermarke und Rolls-Royce und neben der sportlich ausgerichteten M GmbH. Wie das aussehen soll, hat die Studie „Vision BMW Alpina Coupé“ gezeigt, die die Bayern beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este am Comer See vorgestellt hat.

Das Concept Car zeigt dabei nicht nur eine mögliche Formensprache kommender Modelle. Die Studie ist vor allem eine Ansage zur künftigen Rolle der Marke. Alpina soll weiter für hohe Geschwindigkeiten, viel Komfort und souveränes Reisen stehen – und sich bewusst von den stärker auf Rennstrecke und maximale Dynamik ausgelegten M-Modellen unterscheiden, heißt es.

Leistungsstarke Verbrenner und kein Tempolimit

Tatsächlich mit Funktion: Die vier Endrohre zieren das markante Heck. (Quelle: BMW Alpina)

Auffällig ist dabei der Antrieb. Während viele Hersteller im Luxussegment inzwischen fast ausschließlich auf Elektroautos setzen, hält Alpina zunächst am klassischen Verbrenner fest. Die Studie fährt mit einem V8-Biturbo samt Mildhybrid-Technik vor. Auch die ersten Serienmodelle der neuen Marke sollen zunächst mit leistungsstarken Verbrennungsmotoren starten.

Und noch ein Punkt: „Ein BMW Alpina darf immer so schnell fahren, wie es nur möglich ist“, sagte Alpina-Chef Oliver Viellechner bei der Präsentation. Eine elektronische Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit soll es deshalb weiterhin nicht geben. Statt Fahrmodi wie „Sport“ und „Sport Plus“ setzt Alpina künftig auf die Programme „Speed“ und „Speed Plus“.

Haifischnase und XL-Räder

Die rund 5,20 Meter lange Studie verbindet zahlreiche klassische Alpina-Merkmale mit neuen Designelementen. Die Front zitiert mit ihrer sogenannten Haifischnase frühere BMW-Coupés wie den 6er der Baureihe E24. Dazu kommen ein flach auslaufendes Heck, breite Schultern und die typischen Mehrspeichenräder, die bei der Studie vorne 22 und hinten 23 Zoll messen.

Auch bekannte Details bleiben erhalten. Die Dekorstreifen entlang der Flanke werden lackiert und unter Klarlack versiegelt statt aufgeklebt. Typisch Alpina: vier ovale Endrohre am Heck sowie die traditionellen Farben Blau und Grün, die sich auch im Innenraum wiederfinden.

Viel BMW: Die Alpina-Studie enthält zahlreiche Elemente, die in den Fahrzeugen der „Neuen Klasse“ anzutreffen sind. (Quelle: BMW Alpina)

Dort setzt BMW stärker auf Luxus als auf Motorsport-Anmutung. Leder, Kristallglas und offenporige Materialien prägen das Cockpit. Hinter der Mittelkonsole versteckt sich sogar ein beleuchtetes Kristallglas-Set mit Flasche und Gläsern. Gleichzeitig hält moderne Technik Einzug: Das neue BMW Panoramic iDrive zieht sich über die gesamte Armaturentafel und bekommt für Alpina eine eigene Darstellung.

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