Diese Regel gilt jetzt

Discounter schränkt im Norden Eierverkauf ein

08.07.2026 – 16:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Eier (Symbolbild): Sie sind in einem Discounter Mangelware. (Quelle: dpa/Marcus Brandt/dpa-bilder)

Der Eiermarkt steht seit Monaten unter Druck. Tierkrankheiten in Legehennenbeständen treffen nun auch einen Discounter hart. Das hat Folgen für Verbraucher in Norddeutschland.

Der Discounter Netto hat den Kauf von Eiern auf maximal zwei Packungen pro Einkauf begrenzt. Das bestätigte das Unternehmen mit dem Hund im Logo auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Eine Unternehmenssprecherin erklärte den Hintergrund: „Tierkrankheiten in regionalen Legehennenbeständen wirken sich auf die Verfügbarkeit von Eiern aus. Davon sind auch zwei unserer regional bezogenen Eierartikel betroffen, die wir vorübergehend nur eingeschränkt beziehen können.“ Gemeinsam mit den Lieferanten arbeite man daran, die Warenverfügbarkeit sicherzustellen. Ab der kommenden Woche soll sich die Lage entspannen. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über das Thema berichtet.

Andere große Handelsketten wie Aldi, Edeka, Lidl, Kaufland und Rewe haben ihre Kaufmengen bislang nicht begrenzt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Gestiegene Nachfrage, gesunkenes Angebot

Die Situation auf dem Eiermarkt gilt bereits seit Monaten als schwierig. Eine gestiegene Nachfrage und ein wegen mehrerer Tierseuchen eingeschränktes Angebot belasten die Versorgung. Vereinzelt kommt es im Einzelhandel deshalb zu Engpässen. Marktanalystin Margit Beck von Marktinfo Eier und Geflügel betont jedoch: „Ein nationaler Eiernotstand ist derzeit nicht zu verzeichnen. Regionale Ausfälle durch Newcastle Disease dürften zu den beobachteten Engpässen geführt haben.“

Besonders im Großraum Berlin ist die Knappheit spürbar. Ein Rewe-Sprecher erklärte, die Erzeuger seien dort stärker betroffen als anderswo: „So kann es vorkommen, dass in Berliner Märkten nicht immer die volle Auswahl an Marken, Packungsgrößen und Haltungsformen angeboten werden kann. Frischeier gibt es aber immer.“

Netto mit dem Hund im Logo: Die Discounterkette ist nur im Norden und Osten Deutschlands präsent. (Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB/dpa-bilder)

Netto ist unter anderem in Hamburg vertreten

Bei dem betroffenen Netto handelt es sich um die Netto ApS & Co. KG, die zur dänischen Salling Group gehört und nicht mit dem bayerischen Netto Marken-Discount der Edeka-Gruppe zu verwechseln ist.

Das Unternehmen mit den Markenfarben Schwarz und Gelb hat seinen deutschen Firmensitz in Stavenhagen in Mecklenburg-Vorpommern und betreibt nach eigenen Angaben rund 340 Märkte mit etwa 6.000 Beschäftigten in acht Bundesländern, darunter Ostdeutschland, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Der erste Markt wurde 1990 eröffnet.

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