KitKat, Lion und Smarties
Das ist die Mogelpackung des Monats
Aktualisiert am 06.10.2026 – 12:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Verbraucherschützer monieren eine stille Teuerung bei Nestlés Mini-Sammelpackungen. Trotz neuen Formats steigen die Stückkosten.
Weniger Inhalt, gleicher oder höherer Preis – mit dieser Masche fällt Nestlé wieder auf. Das Unternehmen reduzierte die Füllmenge der Mini-Sammelpackungen von 13 auf zehn Stück. Die Verbraucherzentrale kürte daher die drei betroffenen Marken KitKat, Lion und Smarties Minis zur Mogelpackung des Monats.
Zwar hatte Nestlé auf seinen Verpackungen den Hinweis „Neues Format – jetzt“ aufgedruckt. Doch dass durch das neue Format auch der Inhalt reduziert wurde, ist laut Verbraucherschützer nicht erkennbar.

Versteckte Preiserhöhung
Laut Verbraucherschützern verlief die Preiserhöhung für die Süßigkeiten-Beutel mit geringerer Füllmenge unterschiedlich. Bei Rewe in Hamburg kostete die Packung im Juli 2026 noch 4,79 Euro, was eine Preiserhöhung von rund 30 Prozent ergibt. Kurze Zeit später sank der Preis auf 3,79 Euro. Diesen Preis verlangten auch andere Händler für das Produkt, so die Verbraucherzentrale. Doch umgerechnet erhöhten sich die Kosten pro Stück immer noch um drei Prozent.

Shrinkflation seit 2020
Auffällig ist laut Verbraucherschützern, dass Nestlé bei den drei Marken schon mehrfach die Füllmenge reduziert und zugleich die Preise erhöht hat.
Im Jahr 2020 waren in einer Mini-Sammelpackung noch 15 KitKat Minis enthalten – der Preis betrug 2,99 Euro. Gleiches gilt für die Marken Smarties und Lion. Im Jahr 2021 sank dann die Füllmenge von 15 auf 13 Stück – der Preis blieb unverändert. Die letzte Shrinkflation erfolgte 2026.
Auf Nachfrage der Verbraucherzentrale Hamburg bestätigte Nestlé die Reduzierung der Füllmenge. „Durch diese Anpassung ist es uns möglich, die Minis-Beutel zu einem günstigeren UVP von 3,79 Euro anzubieten. Der bisherige UVP war 4,79 Euro. Bitte bedenken Sie, dass die Preishoheit dem Handel obliegt und wir keinen Einfluss auf den Regalpreis haben. (…)“.