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Nebenklage nennt Aussage „höchst abenteuerlich“

wochentlich.deBy wochentlich.de28 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Prozess um Kindesentführung

Nebenklage nennt Blocks Aussage „höchst abenteuerlich“

28.08.2026 – 16:50 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Christina Block: Sie steht seit mehr als einem Jahr in Hamburg vor Gericht. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa Pool/dpa/dpa-bilder)

Christina Block bestreitet, sich vor der Entführung ihrer Kinder mit den Tätern getroffen zu haben. Im Prozess prallen die Versionen der Beteiligten aufeinander.

Im Prozess um die mutmaßliche Entführung ihrer Kinder hat die Hamburger Unternehmerin Christina Block erneut bestritten, sich am 28. Dezember 2023 mit den Tätern getroffen zu haben. Die Nebenklage bezeichnete diese Darstellung als „höchst abenteuerlich“ – das Treffen sei eindeutig bewiesen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Anwalt Philip von der Meden, der Blocks Ex-Mann Stephan Hensel vertritt, erklärte, das Treffen am 28. Dezember sei eindeutig belegt. Block hatte in einer langen Erklärung vor dem Landgericht Hamburg beteuert, nichts von den Plänen gewusst zu haben.

Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen Block

Die Anklage wirft der 53-Jährigen vor, eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihren damals zehnjährigen Sohn und ihre 13-jährige Tochter nach Deutschland zu entführen. Block ist die Tochter von Eugen Block, dem Gründer der Steakhaus-Kette „Block House“. Der Vater der Kinder hatte den Jungen und das Mädchen im August 2021 nach einem Wochenendbesuch nicht zur Mutter zurückgebracht. Danach hatte Christina Block zweieinhalb Jahre lang keinen Kontakt zu ihnen. Es folgte ein langer Sorgerechtsstreit, in dem beide Elternteile schwere Vorwürfe gegeneinander erhoben.

Block räumte ein, am 28. Dezember 2023 kurz im zur Block-Gruppe gehörenden Hotel „Grand Elysée“ gewesen zu sein, allerdings aus anderen Gründen. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen sie laut der Vorsitzenden Richterin Isabel Hildebrandt beim Betreten und Verlassen des Hotels mit einer Tüte. Für die Zuschauer im Saal waren die an eine Wand projizierten Bilder kaum erkennbar. Blocks Verteidiger Ingo Bott betonte, seine Mandantin sei anschließend Sport treiben gewesen. Das mache man wohl kaum, wenn man gerade angeblich mit maskierten Männern über eine bevorstehende Entführung gesprochen habe.

„Sie ist letztendlich eine arme Mutter“

Israelische Angeklagte hatten als Zeugen von einem solchen Treffen berichtet, allerdings mit Abweichungen etwa zur Uhrzeit. Blocks Verteidigung wertet das als Beleg dafür, dass die Israelis lügen. Die Nebenklage hingegen sieht in den Abweichungen ein Zeichen für die Authentizität der Aussagen. Nach Zeugenaussagen soll Block dem Team an jenem Tag gedankt und ihm viel Glück gewünscht haben.

  • Block-Prozess vor Ende: Doch es geht längst um etwas anderes

Ein 37-jähriger Angeklagter aus Israel hatte ebenfalls von dem Treffen berichtet. Sein Verteidiger Sascha Böttner meint den Grund zu kennen, warum Block das Treffen abstreite: Wenn es stattgefunden habe, „bricht die Verteidigungsstrategie zusammen“. Der Israeli selbst ergriff ebenfalls das Wort, ohne direkt auf das Treffen einzugehen. Mit Blick auf Blocks Erklärung sagte er: „Ich kann es verstehen und gleichzeitig nicht verstehen, wenn sie ihrer Strategie weiter folgt.“

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