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Politik

Nato bei Angriff von Russland im Baltikum: Drei-Stufen-Plan

wochentlich.deBy wochentlich.de17 August 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Verteidigungspläne für Baltikum

Wie die Nato auf einen russischen Angriff reagieren würde


17.08.2026 – 19:54 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Bundeswehrsoldaten vor gepanzertem Fahrzeug (Archivbild): Im Rahmen der multinationalen Militärübung Quadriga 2025 übten Bundeswehr und Nato die Verlegung von Truppen ins Baltikum. (Quelle: Thomas Imo/imago)

Schon länger wird vor einem russischen Angriff auf das Baltikum gewarnt. Ein neuer Bericht zeigt, wie die Nato im Ernstfall reagieren würde.

Es ist ein Szenario, auf das sich die Nato minutiös vorbereitet: Während Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine fortsetzt, muss sich das Verteidigungsbündnis längst für Putins nächste Pläne wappnen. In den Blick rücken dabei die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. Wegen ihrer exponierten Lage und ihrer Vergangenheit als Sowjetrepubliken gelten sie als mögliches Angriffsziel Russlands. Beobachter verweisen in diesem Zusammenhang immer wieder auf die neo-imperiale Agenda von Kremlchef Putin.

Wie die „Bild“ berichtet, würde die Nato im Ernstfall vor allem auf drei Strategien setzen. Sie sind Teil des „Nato Land Warfighting Concept“, eines Konzepts für den Landkrieg. Federführender Autor des Plans ist demnach der US-Major Andrew Pingrey.

  • In Nato-Reichweite: Russland baut wohl neue Drohnenbasen
  • Oppositionspartei ausgeschlossen: Putin lässt die letzten Kriegsgegner verstummen

Ein Angriff im Baltikum fände vor dem Hintergrund von mehr als vier Jahren Ukraine-Krieg statt. Dessen Lehren spielen für Nato-Strategen eine wichtige Rolle: Eine der Schlussfolgerungen ist dabei offenbar, dass die Nato schnell zum Gegenangriff übergehen würde.

Ausschaltung russischer Raketenbasen

So setzt Russland in der Ukraine etwa auf den massiven Beschuss mit Drohnen und ballistischen Raketen. Ein vorrangiges Ziel der Nato besteht deshalb darin, solche Angriffe im Baltikum von vornherein zu unterbinden. Kampfjets, Drohnen und Raketen sollen dem Bericht zufolge russische Flugkörper und deren Abschussbasen ausschalten. Als wahrscheinliches Ziel solcher Angriffe gilt die Exklave Kaliningrad, wo Russland zahlreiche Raketensysteme wie solche vom Typ Iskander stationiert hat.

imago images 0864277631Vergrößern des Bildes
Wladimir Putin (Archivbild): Der Kremlchef könnte seine Truppen im Baltikum angreifen lassen, warnen Experten. (Quelle: IMAGO/Kremlin Pool/imago)

Drohnen sollen russischen Vormarsch stoppen

Darüber hinaus sehen die Nato-Pläne laut „Bild“ den Aufbau einer autonomen Kampfzone vor, die an den Landesgrenzen zu Russland und Belarus entstehen soll.

In dieser Zone würden ausschließlich Flugdrohnen und andere unbemannte Systeme zum Einsatz kommen. Sie sollen den Vormarsch russischer Truppen stoppen. Eine Kriegssimulation bestätigte kürzlich die Wirksamkeit eines solchen Vorgehens.

Gegenangriffe im russischen Hinterland

In einem dritten Schritt sollen dem Bericht zufolge Gegenangriffe im russischen Hinterland erfolgen. Diese sollen von Drohnen und eigens ausgebildeten Spezialkräften ausgeführt werden. Wesentliches Ziel wären russische Militärstützpunkte und Nachschubwege.

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