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Gesundheit

Nachtmensch oder Frühaufseher: Forscher testen Hirnleistungen

wochentlich.deBy wochentlich.de17 Juli 2024Keine Kommentare2 Mins Read
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Nachtmensch oder Frühaufseher: Forscher testen Hirnleistungen
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Die einen kommen abends nicht ins Bett, die anderen hüpfen morgens topfit aus diesem heraus. Gibt es Unterschiede in der Gehirnleistung der beiden Chronotypen?

In der Chronobiologie wird zwischen Eulen und Lerchen unterschieden. Eulen sind Nachtschwärmer, sie kommen abends schwer ins Bett und morgens entsprechend schwer aus ihm wieder heraus. Lerchen hingegen sind Morgenmenschen. Sie stehen gern früh auf, werden allerdings am Abend auch früher müde.

Forscher des Imperial College London haben nun untersucht, ob sich die kognitiven Fähigkeiten und Leistungen von Nachtmenschen und Frühaufstehern unterscheiden. Dazu werteten sie die Daten von mehr 26.000 Personen aus, die Tests zu Intelligenz, Denkvermögen, Reaktionszeit und Gedächtnis absolviert hatten. Sie setzten die Ergebnisse in Bezug zu den Angaben der Probanden zu ihrer eigenen Schlafdauer und Schlafenszeit. Die Studienteilnehmer schätzen selbst ein, ob sie sich als Nacht- oder Morgenmensch sehen, ob sie sich also morgens oder abends fitter und produktiver fühlten.

Das überraschende Ergebnis: Nachtmenschen und auch die „Mittelschläfer“, die weder zum einen noch zum anderen Chronotyp gehören, schnitten in den Tests deutlich besser ab als Frühaufsteher. Letztere zeigten durchweg die niedrigsten Werte.

In der Pressemitteilung heißt es: „Abendtypen oder Eulen erzielten in einer Gruppe etwa 13,5 Prozent mehr Punkte als Morgentypen und in einer anderen Gruppe 7,5 Prozent mehr Punkte als Morgentypen. Auch Mittelschläfer – eine Mischung aus beiden – schnitten besser ab und erzielten in den beiden Gruppen etwa 10,6 bzw. 6,3 Prozent mehr Punkte als Morgentypen.“

Die Forscher berücksichtigten in ihrer Analyse auch andere Gesundheits- und Lebensstilfaktoren wie Alter, Geschlecht, Rauchen und Alkoholkonsum sowie das Vorhandensein chronischer Krankheiten wie Herzkrankheiten und Diabetes. Das Ergebnis blieb jedoch konstant.

Eine der Studienautorinnen, Dr. Raha West, erklärt dazu: „Unsere Studie ergab, dass Erwachsene, die abends von Natur aus aktiver sind (was wir als ‚Abendmensch‘ bezeichnen), bei kognitiven Tests tendenziell besser abschneiden als ‚Morgenmenschen‘. Diese Chronotypen sind nicht nur persönliche Vorlieben, sondern könnten auch unsere kognitiven Funktionen beeinflussen.“

Die Forscher stellen jedoch klar: Ein Morgenmensch kann nicht einfach in einen Abendmensch umgepolt werden, der individuelle Biorhythmus ist dazu zu komplex.

Doch die Wissenschaftler fanden noch etwas anderes heraus: Optimal für die Gehirn- und kognitiven Funktionen wie Gedächtnisleistung, Denkvermögen und Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung sind sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht. Im Gegensatz dazu hatte Schlaf von weniger als sieben Stunden oder mehr als neun Stunden einen deutlich nachteiligen Effekt.

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