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Panorama

Nach „historischer“ Hitzewelle kommt der Wetter-Sturz in Deutschland

wochentlich.deBy wochentlich.de26 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Nach „historischer“ Hitzewelle kommt der Wetter-Sturz in Deutschland
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„Riesengroßes Donnerwetter“

Wettersturz steht Deutschland bevor


Aktualisiert am 26.06.2026 – 20:43 UhrLesedauer: 3 Min.

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Meteorologin Michael Koschak erklärt, welches Wetter Deutschland bevorsteht.

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Während Deutschland unter der Hitzewelle ächzt, bahnen sich schwere Unwetter an. Die Prognose für das Wochenende.

Die Deutschen schwitzen bei Temperaturen von 40 Grad und mehr. Womöglich wird es sogar noch heißer. Der Klimatologe Karsten Brandt vom Wetterdienst donnerwetter.de nennt die Hitzewelle gar „historisch“. Die derzeitigen Temperaturen seien „Wahnsinn“, sagte Brandt am Freitag zu t-online.

Nicht nur die Temperaturen der Luft seien außergewöhnlich, auch in den Flüssen gibt es Rekordtemperaturen. Im Rhein bei Bonn habe Brandt Wassertemperaturen von 30 Grad gemessen. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir so etwas schon einmal erlebt haben“, sagte der Experte. Für die Tierwelt im Fluss sei das „eine Katastrophe“.

Doch spätestens nach dem Wochenende kündigt sich Abkühlung an. Die Temperaturen sollen dann den Prognosen zufolge um bis zu 15 Grad fallen.

  • Hunderte Tote befürchtet: Hitzewelle in Deutschland – der Newsblog
  • „Äußerster Rand des Möglichen“: 44 Grad – zweifelhafte Extremprognose für Sonntag

Hitzewelle in Deutschland: Heat Dome verstärkt Effekt

Über Deutschland und Europa liegt derzeit noch eine Hitzeglocke – auch Heat Dome genannt. Unter dieser Glocke wird heiße Luft über großen Teilen Europas eingeschlossen. Gleichzeitig sinken die Luftmassen langsam ab. Durch diesen Prozess verdichten und erwärmen sie sich zusätzlich. Die Temperaturen steigen dadurch momentan weiter an.

Das Phänomen der Hitzeglocke, auch als Heat Dome oder Hitzedom bezeichnet.Vergrößern des Bildes
Das Phänomen der Hitzeglocke, auch als Heat Dome oder Hitzedom bezeichnet. (Quelle: t-online)

Zahlreiche Temperaturrekorde sind bereits gefallen. Am Freitag wurden sowohl der Allzeit-Junirekord als auch der Wert für die überhaupt jemals in Deutschland gemessene Temperatur geknackt: Um 17 Uhr wurden in Saarbrücken-Burbach 41,3 Grad gemessen. Bisher lag die Höchstmarke bei 41,2 Grad, gemessen im Hochsommer – am 25. Juli 2019 in den nordrhein-westfälischen Orten Tönisvorst und Duisburg-Baerl. Brandt rechnet damit, dass diese Werte am Wochenende gar noch übertroffen werden könnten. Bis Sonntag verlagere sich die Extremhitze schwerpunktmäßig nach Osten. Rund um Berlin seien dann 42, vielleicht sogar 43 Grad denkbar. Möglicherweise könnte dann direkt der nächste Allzeit-Temperaturrekord aufgestellt werden.

Karsten Brandt, Wetterexperte bei Donnerwetter.de.
Karsten Brandt, Wetterexperte bei donnerwetter.de. (Quelle: Donnerwetter.de)

Zur Person

Karsten Brandt (*1973 in Bonn) gründete 1996 das Portal donnerwetter.de und wurde 2001 dessen Geschäftsführer. 2007 promovierte er an der Universität Duisburg-Essen im Bereich der Klimatologie. 2009 veröffentlichte Brandt sein Buch „30 Sekunden“ über die Erdbebengefahr in der Türkei.

Temperaturrekorde fallen – „erschreckend“

Für Brandt geht die „Rekordjagd“ jedoch am eigentlichen Thema vorbei. Viel alarmierender sei die ungewöhnliche Dauer der Hitzewelle. Die Temperaturen werden mit dem Wochenende in einigen Regionen 14 bis 16 Tage lang bei über 28 Grad gelegen haben – und das schon im Juni. Dieses Ausmaß habe er sich „nicht ausmalen“ können, sagt Brandt. „Das ist schon erschreckend.“

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