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Finanzen

Nach der Insolvenz: Parfümeriekette Pieper kann weitermachen

wochentlich.deBy wochentlich.de9 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Nach der Insolvenz: Parfümeriekette Pieper kann weitermachen
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So geht es jetzt weiter

Parfümeriekette Pieper übersteht Insolvenz


09.06.2026 – 20:01 UhrLesedauer: 2 Min.

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Eine Pieper-Filiale in Köln: Auch künftig werden die Parfumshops in deutschen Innenstädten zu finden sein. (Quelle: Federico Gambarini/dpa/dpa-bilder)

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Die größte inhabergeführte Parfümeriekette Deutschlands musste in die Insolvenz. Jetzt ist klar, wie es für Pieper weitergehen kann.

Die Parfümeriekette Pieper hat im vergangenen November Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Jetzt hat das Unternehmen das Verfahren abgeschlossen und macht den Weg frei für eine Übernahme durch eine französische Unternehmerfamilie. Das deutsche Traditionsunternehmen teilte in Herne mit, dass die Gläubiger dem Insolvenzplan zugestimmt haben und die Sanierung somit erfolgreich abgeschlossen sei. Von den zu Jahresbeginn 122 Filialen sollen 115 fortbestehen und „der weit überwiegende Teil der Arbeitsplätze erhalten bleiben“.

Früheren Angaben zufolge beschäftigt Pieper 770 Menschen. Die meisten Filialen sind in NRW, weitere gibt es in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und anderen Bundesländern. Neuer Eigentümer soll die AIH Holding der französischen Unternehmerfamilie Konckier werden, die in Frankreich und Deutschland mit Parfums handelt und in der Parfumproduktion tätig ist. Auch der Betrieb an der bisherigen Firmenzentrale in Herne soll fortgesetzt werden.

  • Ostdeutsches Unternehmen: Parfümeriekette ist insolvent
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Sanierung statt Zerschlagung

Das deutsche Unternehmen hatte sich zuvor positiv über den französischen Käufer geäußert. Die bisherige Eigentümerfamilie zieht sich aus der operativen Geschäftsführung zurück. Nun hieß es, dass die Gläubiger durch die Sanierung im Insolvenzverfahren erheblich besser gestellt seien als im Alternativszenario einer Zerschlagung.

Mit den neuen Eigentümern und der neuen Geschäftsführung soll das Unternehmen „langfristig nachhaltig positive Ergebnisse erwirtschaften und seine Marktposition im stationären Parfümeriehandel in Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Bundesländern weiter festigen“, wie es in der Mitteilung heißt.

Pieper galt als Deutschlands größte inhabergeführte Parfümeriekette. Das Unternehmen wurde 1931 von Anna Pieper als kleines Seifengeschäft in Bochum gegründet. Fünf Jahre später gab es bereits die ersten Filialen. Enkel Gerd Pieper übernahm es und machte daraus eine Parfümerie mit mehr als 120 Standorten. Seit mehr als 90 Jahren ist die Parfümerie in Familienbesitz und wurde bis zuletzt nun von der vierten Generation von Dr. Oliver Pieper (Geschäftsführung) und Torsten Pieper (Prokurist, Finanzen, Controlling) geführt.

Pieper verkauft sowohl Parfüm als auch Pflegemittel, Make-up, Haarpflege, Naturkosmetik und Accessoires. Der letzte veröffentlichte Jahresumsatz lag 2021 bei 113,7 Millionen Euro.

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