Ford Focus vor dem Abschied

Nach 25 Jahren: Aus für Kompakt-Klassiker


18.11.2025 – 11:14 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Ära endet: Der Focus verschwindet aus dem Ford-Modellprogramm.

Ein Auto, das die Kompaktklasse über Jahrzehnte geprägt hat, verschwindet vom Markt. Was bedeutet das für die Marke und für den Modellnamen? Die Antwort zeichnet sich ab.

Ein Klassiker verlässt die Bühne: Nach mehr als 25 Jahren endet die Produktion des Ford Focus. Obwohl Millionen Exemplare verkauft wurden, ist die Nachfrage inzwischen zu gering geworden. Außerdem kämpft Ford mit Lieferengpässen.

Mitte November wurde im Werk Saarlouis der letzte Motor gefertigt. Es war der Schlussstrich für ein Modell, das die Kompaktklasse in Deutschland über Jahre hinweg geprägt hat. Ein direkter Nachfolger ist nicht geplant.

Der Focus trat 1998 die Nachfolge des Escort an. Mit seinem mutigen Design setzte er neue Maßstäbe und wurde weltweit, auch in den USA, zum Erfolg. Die erste Generation bot zahlreiche Karosserieformen und starke Motoren bis hin zum 2.0 RS, der eine Höchstgeschwindigkeit von 232 km/h erreichte.

2004 folgte die zweite Generation mit noch mehr Varianten und Auswahlmöglichkeiten. Ableger wie der Kompaktvan C-Max, das Cabriolet CC und der ST mit Volvo-Fünfzylinder sowie der RS mit 305 PS ergänzten das Basismodell.

2010 kam die dritte Generation, die technisch moderner war und über Doppelkupplungsgetriebe und EcoBoost-Motoren (vergleichsweise sparsame Benziner) verfügte. Sie brachte den Focus Electric als einen der frühen Vertreter der E-Mobilität und den RS mit 350 PS – einen der stärksten Kompaktsportler seiner Zeit.

2018 erschien die vorerst letzte Generation. Sie verband Komfort und Fahrspaß und führte vernetzte Infotainment- und Assistenzsysteme ein, die den Focus in der Kompaktklasse erneut nach vorn brachten.

Für das Ford-Werk in Saarlouis (Saarland) endet damit ein langes Kapitel: Seit 1970 liefen dort mehr als 16 Millionen Fahrzeuge vom Band. Damit ist es nun vorbei. Nur die Teilefertigung soll weiterlaufen. Der Konzern will rund 1.000 Arbeitsplätze bis 2032 sichern.

Vielleicht ist der Abschied vom Focus nicht für immer: Ford könnte zumindest den Modellnamen künftig auf einem neuen Crossover wieder aufleben lassen. Ein Fehler wäre es sicherlich nicht. Denn das bisherige Modell hat sich in den Köpfen seiner Fahrer festgefahren – als Auto, das Alltag und Fahrspaß auf selten überzeugende Weise verband.

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