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Mythenweg in Thale mit Wotans Ring lockt Braunschweiger

wochentlich.deBy wochentlich.de25 April 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Mythenweg in Thale mit Wotans Ring lockt Braunschweiger
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Ausflug ab Braunschweig

Sagenumwobener Ring lockt auf Wanderweg voller Mythen


Aktualisiert am 25.04.2026 – 02:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Der Brunnen der Weisheit mit Wotan-Figur (Archivbild): Er war das erste Figurenensemble am Mythenweg in Thale. (Quelle: Karina Hessland-Wissel/imago-images-bilder)

Für Besucher aus Braunschweig bietet sich ein Ausflug in die Welt der Germanen an. Der Mythenweg in Thale ist reich an Sagenfiguren. Ein Kunstwerk sticht dabei heraus.

Wer aus Braunschweig einen kurzen, unkomplizierten Ausflug in den Harz plant, findet in Thale ein besonderes Ziel: Auf dem Mythenweg steht der sagenumwobene Ring Draupnir: eine moderne Skulptur und Interpretation des Zauberrings des Göttervaters Wotan. Der Weg entstand 2004 und führt entlang von zehn durch unterschiedliche Künstler gestaltete Skulpturen durch die Stadt, verbunden durch in den Boden eingelassene Hufeisen.

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In der germanischen Mythologie gilt Draupnir als Symbol für Wotans unerschöpflichen Reichtum. Der Name bedeutet „der Tropfende“ – denn aus dem Ring entstehen den Erzählungen nach in jeder neunten Nacht acht neue Ringe. Laut dem Portal „Harzlife“ wurde das göttliche Kleinod der Sage nach von den Zwergen Sindri und Brock gefertigt, die mit dem listenreichen Loki eine Wette eingingen. Mit Edelsteinen besetzt und voller Magie soll der Ring seinen Träger unsichtbar machen und sogar Wünsche erfüllen.

Der heutige Draupnir in Thale steht in einer kleinen Parkanlage zwischen Bahnhof und Rathaus. Geschaffen wurde das Werk aus Edelstahl und Bronze von einem Künstler aus der Region, finanziert wurde er durch Spenden von Einwohnern und Firmen der Stadt. Einige der eingearbeiteten Edelsteine wurden laut Angaben des Portals „Geoexpedition Harz“ im Laufe der Jahre gestohlen, doch dank lokaler Initiative erstrahlt der Ring wieder im Sonnenlicht: Auf Anregung des Thalenser Ehrenbürgers Harald Watzek wurden Ersatzsteine beschafft und von einer Gästeführerin mit Feingefühl eingesetzt.

Auf der Innenseite des Kunstwerks ist eine Runeninschrift eingraviert. Sie bedeutet übersetzt Thrauwnir und weicht von der historischen Schreibweise ab – Runen aus verschiedenen Epochen wurden kombiniert, sodass nicht das erwartbare „Draupnir“ erscheint. Warum das so ist, bleibt ein Rätsel.

Der Mythenweg in Thale knüpft an eine lange, heute kaum bekannte germanische Vergangenheit an. In der Region befand sich einst ein bedeutendes Siedlungs- und Kulturzentrum der sächsischen Germanen, was zahlreiche Funde und Bauwerksreste bis heute belegen. An diese Wurzeln erinnert der thematische Wanderweg, der seit 2004 durch das Stadtgebiet führt.

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