Sie wurden ein Jahr lang vermisst

Mutter und Tochter tot in Kühltruhen gefunden


Aktualisiert am 18.11.2025 – 16:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Polizisten in Österreich (Symbolbild): In Innsbruck wurden eine Mutter und ihre Tochter tot aufgefunden. (Quelle: IMAGO/Daniel Scharinger/imago-images-bilder)

Die Polizei geht von einem Doppelmord aus: In Innsbruck sind die Leichen einer Mutter und ihrer zehnjährigen Tochter aufgetaucht. Zwei Brüder befinden sich in Haft.

Polizeibeamte haben zwei Leichen in einer Wohnung in der österreichischen Stadt Innsbruck gefunden. Wie die Beamten am Dienstag mitteilten, handelt es sich um eine 34-jährige Frau und ihre zehnjährige Tochter. Die beiden galten seit Juli 2024 als vermisst. Ihre Leichen wurden am Freitag tot in zwei Kühltruhen in der Wohnung entdeckt. Die Landespolizei Tirol geht von einem Verbrechen aus.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge haben die Ermittler zwei Brüder im Verdacht. Beide wurden demnach bereits im Juni wegen des mutmaßlichen Doppelmordes festgenommen, also lange vor dem Fund der beiden Leichen. Die beiden 53- und 55-jährigen Männer sollen mittlerweile in Salzburg und Innsbruck getrennt voneinander in Untersuchungshaft sitzen.

Der zuständige Landespolizeidirektor Helmut Tomac erklärte in einer Pressekonferenz, dass die erste Vermisstenmeldung im Juli 2024 durch einen Cousin der Mutter, der in Düsseldorf lebt, einging. Die 34-Jährige hatte ihren Verwandten in der Zeit vom 13. bis zum 20. Juli zusammen mit ihrer Tochter besucht.

Der 55-jährige Verdächtige, ein Arbeitskollege der Frau, soll Mutter und Tochter nach dem Besuch abgeholt und nach Innsbruck zurückgefahren haben. Danach sei der Kontakt zum Cousin abgebrochen, erklärte die Polizei.

Im Laufe der Ermittlungen rückte der 55-Jährige ins Visier. Er soll den Ermittlern aufgefallen sein, weil er kurz nach dem Verschwinden der Frau versucht hatte, online Möbel von ihr zu verkaufen. Außerdem habe er ihren Schmuck verkauft, hieß es.

Nach monatelanger Überwachung der Verdächtigen wurden sie im vergangenen Juni festgenommen. Erst vor wenigen Tagen räumte der 55-jährige Hauptverdächtige ein, vom Tod der Frau zu wissen. Er gab das Versteck der Toten preis. Daraufhin wurden die Leichen in der Wohnung seines Bruders hinter einer eigens dafür errichteten Rigipswand gefunden.

Die Staatsanwaltschaft geht nicht von einem Unfall, sondern von Mord aus. Zum möglichen Motiv machte ein Sprecher der Justizbehörde keine Angaben. Er teilte nur mit, dass zwischen der Syrerin und dem 55-Jährigen eine Freundschaft bestanden habe, „die als schwierig beschrieben wurde“.

Wie die Frau und ihre Tochter getötet wurden, ist nach Angaben der Polizei ebenfalls noch unklar. Da während der Untersuchungshaft die Kühltruhen nicht in Betrieb waren, seien die Leichen stark verwest, hieß es. Die beiden Verdächtigen haben bislang nicht gestanden.

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