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You are at:Home»Panorama»Mutmaßlicher Vergewaltiger in schweren Ketten in See versenkt
Panorama

Mutmaßlicher Vergewaltiger in schweren Ketten in See versenkt

wochentlich.deBy wochentlich.de20 Dezember 2023Keine Kommentare2 Mins Read
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Mutmaßlicher Vergewaltiger in schweren Ketten in See versenkt
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Über diesen Fall haben die Ermittler seit einem Vierteljahrhundert gerätselt: In einem See lag die Leiche eines Mannes, eingewickelt in Schneeketten.

In den USA ist die Polizei bei der Aufklärung eines mutmaßlichen Verbrechens einen großen Schritt vorangekommen: Sie kennt jetzt den Namen des Opfers. Es handelt sich bei ihm um einen Mann, den das FBI auf seiner Fahndungsliste hatte. Damit verknüpfen sich die Enden von zwei Fällen, die bisher als voneinander getrennt betrachten wurden.

Am 6. Mai 1999 hatten Fischer im Lake Barkley im US-Staat Kentucky einen Toten gefunden. Jemand hatte den Mann in Schneeketten gewickelt und versenkt. Beschwert war er mit einem Wagenheber, der Aufdruck auf dem T-Shirt der Leiche ließ sich noch gut lesen: „No Fear“ – „keine Angst“.

Ahnenforschung führt zum Treffer

Die Behörden scheiterten daran, den Mann zu identifizieren. Auch als sie den Toten 2016 exhumierten, weil sie aufgrund verbesserter DNA-Technologie auf einen Treffer hofften, wurden sie enttäuscht.

Wie die Polizei in Kentucky nun mitteilte, starteten die Beamten aber Anfang 2023 noch einen weiteren Versuch. Dieses Mal arbeiteten sie mit einem privaten Unternehmen zusammen: Othram Inc. hat sich auf forensische Genealogie spezialisiert, sprich Ahnenforschung zur Aufklärung von Kriminalfällen. Die Experten der Firma suchen anhand von DNA-Analysen nach Verwandten von bisher nicht identifizierten Personen. Möglich wird diese Arbeit unter anderem auch, weil sich immer mehr Menschen in großen, frei zugänglichen Gen-Datenbanken registrieren lassen, um ihre Stammbäume zu vervollständigen.

Das mutmaßliche Mordopfer soll ein Vergewaltiger sein

Im Fall der Leiche im Lake Barkley wurden die Spezialisten fündig: Sie machten einen Verwandten ausfindig, über diesen gelang schließlich die Identifizierung. Nun steht fest: Der fast 25 Jahre lang namenlos gebliebene Tote ist Roger Dale Parham, geboren am 21. Juli 1946 in Arkansas.

Das FBI fahndete nach ihm. Am 21. November 1998 war er festgenommen worden, vorgeworfen wurde ihm Vergewaltigung eines minderjährigen Opfers. Parham kam auf Kaution frei, verschwand dann. Am 3. Juni 1999 wurde er zur Fahndung ausgeschrieben. Das FBI beschrieb Parham als sehr charmant und nahm an, dass er in Mexiko untergetaucht sein könnte.

Wie genau Parham zu Tode kam, ist bis heute nicht geklärt. Anhand der Auffindesituation gehen die Ermittler aber davon aus, dass er ermordet wurde.

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