Sabotageakt?
Bahnstrecke lahmgelegt: Bekennerschreiben entdeckt
Aktualisiert am 31.07.2025 – 20:41 UhrLesedauer: 2 Min.
In einem Kabeltunnel einer wichtigen Bahnstrecke bricht ein Feuer aus. Die Polizei geht von einem Sabotageakt aus – und ermittelt in alle Richtungen.
Nach dem Brand in einem Kabeltunnel einer wichtigen Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen geht die Polizei von einem Sabotageakt aus. Der Staatsschutz ermittele in alle Richtungen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Das Feuer hat die Strecke der Deutschen Bahn zwischen Duisburg und Düsseldorf lahmgelegt.
Auf der linken Plattform Indymedia wurde am Donnerstagabend ein mutmaßliches Bekennerschreiben veröffentlicht. Ein „Kommando Angry Birds“ reklamiert darin die Tat. „Vieles würde unendlich viel besser gehen ohne das industrielle System“, heißt es in dem Schreiben. Deswegen habe die Gruppe „eine Störung verursacht“.
Ein Düsseldorfer Polizeisprecher bestätigte, dass den Behörden das Schreiben auch vorliege. Die Echtheit müsse jetzt überprüft werden. Häufig gebe es in solchen Fällen auch Trittbrettfahrer. Ein Ergebnis der Prüfung sei nicht mehr am Donnerstag zu erwarten.
Zuvor hatten mehrere Medien über ein defektes Stellwerk in Duisburg berichtet. Zahlreiche Züge im Nahverkehr fielen aus. Auch Fernverkehrsverbindungen nach Berlin, Frankfurt und Amsterdam waren betroffen. Es komme zu Umleitungen und Verspätungen von bis zu 30 Minuten. Außerdem werden einzelne Bahnhöfe nicht angefahren.
Diese Verbindungen sind laut Bahn im Fernverkehr betroffen:
Wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur am Tatort erfuhr, hatten Unbekannte eine Zündvorrichtung in dem Kabeltunnel platziert. Ein Lokführer habe Qualm aus dem Kabeltunnel quellen sehen und Alarm geschlagen. Bahnmitarbeiter hätten noch vor Eintreffen der Feuerwehr mit den Löscharbeiten begonnen. Die dort verlegten Kabel müssten nun auf einer Länge von 60 Metern ausgetauscht werden.
Die Kabel gehören zu einem Stellwerk in Duisburg, der Brand sei aber auf Düsseldorfer Stadtgebiet ausgebrochen, sagte ein Bahnsprecher der Rheinischen Post. Man sei am Donnerstagmorgen um 10.18 Uhr alarmiert worden. Die dort verlegten Kabel müssen laut Bahn nun auf einer Länge von 60 Metern ausgetauscht werden. Die Störung soll bis etwa Freitagmittag dauern.
