15 Meter hoher Schuttkegel
Unwetter wüten in Südtirol: Riesige Muren reißen alles mit sich
Aktualisiert am 16.07.2026 – 16:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Binnen kurzer Zeit gehen in Südtirol zwei Muren ab. Schlamm- und Geröllmassen bieten ein Bild der Zerstörung – und die Feuerwehr zeigt sich alarmiert.
Schwere Unwetter haben am Dienstagabend die Feuerwehr in Südtirol stundenlang in Atem gehalten. Besonders heftig traf es das Innerfeldtal in den Dolomiten, wo innerhalb kurzer Zeit zwei Muren niedergingen. Sie rissen 40.000 bis 50.000 Kubikmeter Material mit sich, wie das Portal „Südtirol News“ berichtete.
Die Muren, also Geröll- oder Schlammlawinen, gingen nahe der Dreischusterhütte ab. Zwischenzeitlich befürchtete die Feuerwehr, es könnten Personen in dem beliebten Ausflugsgebiet verschüttet worden sein.
Unwetter wüten in Südtirol: Schaden hält sich in Grenzen
Nach einer großangelegten Suchaktion, bei der auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam, konnten die Feuerwehrleute jedoch Entwarnung geben: Verschüttet wurde nach dem Murenabgang in Südtirol niemand, lediglich eine Person musste mit leichten Verletzungen in eine Klinik gebracht werden.
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Wie der Landesfeuerwehrverband Südtirol auf Facebook berichtete, waren zahlreiche Einsatzkräfte auch andernorts gefordert: In Nals sei etwa ein Baum auf einen Linienbus gestürzt. Verletzt wurde niemand. Zudem gab es mehrere Autounfälle. Landesweit, so die Feuerwehr, mussten rund 50 Einsätze abgearbeitet werden.
Im Video | Wetteraussichten für Deutschland
Unwetter auch in Deutschland zu erwarten
Auch in Deutschland sind Unwetter seit Tagen ein Thema: Am Donnerstag hält die Gefahr von schweren Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen weiter an, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostizierte. Für weite Teile Baden-Württembergs und Bayerns wurde bereits eine sogenannte „Vorabinformation Unwetter“ herausgegeben. Ab dem Nachmittag seien dort „einzelne schwere Gewitter“ zu erwarten.
In der Nacht auf Freitag schlossen sich die einzelnen Gewitter dann „zu größeren Gewitterkomplexen“ zusammen, so der DWD. Die Meteorologen empfehlen, die Wetterwarnungen genau im Blick zu behalten. Die Wetterlage könne „hohes Unwetterpotenzial“ entfachen.
