Zweites Double in Folge
Bayern-Frauen gewinnen DFB-Pokal
Aktualisiert am 14.05.2026 – 18:37 UhrLesedauer: 3 Min.
Bayerns Fußballerinnen greifen wieder nach dem Pokal. Im Finale setzen sie sich klar durch und krönen eine Saison ohne Fehltritt.
Bei Alexandra Popp flossen Tränen, als die Fußballerinnen des FC Bayern vor ihren Fans den Pokalsieg zum erneuten Double ausgelassen feierten. Die Münchnerinnen gewannen in einem selten hochklassigen Endspiel des DFB-Pokals gegen den VfL Wolfsburg mit 4:0 (1:0) vor neuer Final-Rekordkulisse und verdarben der nimmermüden Rückkehrerin Popp einen triumphalen Abschied vom VfL.
Sie fühle eine Mischung aus „Freude und Erleichterung“, sagte Bayerns Spielerin Linda Dallmann im ZDF. „In der zweiten Halbzeit haben wir sehr dominant gespielt und es uns über die gesamte Saison hinweg gesehen auch verdient.“
Die zu Borussia Dortmund wechselnde Popp war dagegen untröstlich. Sie stemmte die Hände auf die Knie und vergrub ihr Gesicht im Trikot. Nach und nach trotteten ihre Mitspielerinnen heran, um der Kapitänin Trost zu spenden. „Das Ergebnis ist eindeutiger, als es das Spiel war“, meinte die Wolfsburgerin Sophia Kleinherne.

„Megageile Kulisse“
Vor 46.064 Zuschauern in Köln führten Georgia Stanway (45.+2 Minute/Foulelfmeter), Pernille Harder (59.), Momoko Tanikawa (77.) und Arianna Caruso (84.) die Münchnerinnen zum dritten Triumph im Cup-Wettbewerb nach 2012 und 2025. „Es war eine megageile Kulisse“, schwärmte die Münchnerin Giulia Gwinn. „Wir haben zu einem guten Zeitpunkt die Tore gemacht.“
„Ein Jahr auf Reisen reicht – Zeit für die Heimkehr“, hatten die VfL-Fans weiß auf grün gepinselt und die Botschaft vor Anpfiff groß präsentiert. Gemeint war der silberne Pokal, der vor dem Bayern-Triumph 2025 zehnmal nacheinander in Wolfsburg gelandet war. Die Hoffnung auf ein Titel-Comeback des elfmaligen Pokalchampions trug vor allem Kapitänin Popp, die erstmals seit ihrem Muskelfaserriss in der Wade vor sieben Wochen wieder ran durfte – sogar von Beginn an.
Stoßstürmerin Popp grätscht und dirigiert
Als Stoßstürmerin tat Popp, was sie schon so oft in ihrer 14-jährigen Wolfsburger Zeit getan hatte: grätschen, dirigieren und Zweikämpfe suchen. Nach einer weitgehend ereignislosen halben Stunde blieb die künftige Dortmunderin nach einem Kopfballduell mit Magdalena Eriksson auf dem Rasen liegen, stand aber prompt wieder auf.
Der Einsatz der 35 Jahre alten Leitwölfin, die immer wieder Fouls zog, passte zum defensiv nahezu tadellosen Vortrag der Wolfsburgerinnen. Münchens so hochgelobte Offensivmaschine, die in 25 Bundesliga-Spielen 89 Tore produziert hatte, sprang zunächst nicht an. Vor allem der gefürchtete linke Flügel lahmte, weil die DFB-Stars Franziska Kett und Klara Bühl kaum Raum für ihre Kombinationen fanden.
