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Politik

Müller geht nach Merz-Kritik in die Offensive

wochentlich.deBy wochentlich.de8 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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CDU in Sachsen-Anhalt

Müller geht nach Merz-Kritik in die Offensive

Aktualisiert am 07.09.2026 – 21:38 UhrLesedauer: 3 Min.

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Sepp Müller will neuer CDU-Landeschef in Sachsen-Anhalt werden. (Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/dpa-bilder)

Sepp Müller will die CDU Sachsen-Anhalt neu aufstellen – mit klarer Kante gegen Extreme. Wie er Merz“ Kritik begegnet, und warum er jetzt für den Landesvorsitz kandidiert.

Der Bundeskanzler hat ihn angezählt – doch Sepp Müller geht in die Offensive: Unions-Fraktionsvize Müller will nach der Wahlschlappe seiner Partei bei der Landtagswahl CDU-Landeschef in Sachsen-Anhalt werden und dabei eine klare Linie der Abgrenzung gegen rechts und links verfolgen. „Ich kandidiere als Landesvorsitzender“, sagte Müller nach einer Sitzung des CDU-Landesvorstands in Magdeburg. Der 37-Jährige ist stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Man werde die Demokratie in der Mitte verteidigen, sagte Müller. „Es kann keine Zusammenarbeit mit der extremen Linken geben, und es kann keine Zusammenarbeit mit der extremen Rechten geben“, betonte er. „Wer zu allen Seiten offen ist, der ist nicht ganz dicht.“ Die CDU müsse Glaubwürdigkeit zurückgewinnen, betonte er. „Deswegen bin ich Sven Schulze und dem Landesvorstand dankbar, dass er sich auf den Weg gemacht hat, einen Neuanfang für unsere Landespartei zu ermöglichen“, sagte er.

Neuwahl Ende November oder Anfang Dezember

Zuvor hatte Ministerpräsident und Noch-CDU-Landeschef Sven Schulze angekündigt, dass es im Herbst eine Neuwahl des Landesvorstands geben wird. Diese solle Ende November oder Anfang Dezember erfolgen, so Schulze. Auf Nachfragen von Journalisten, ob er erneut für den Vorsitz kandidieren wolle, sagte Schulze: „Es ist im Moment nicht mein Plan.“

Der 47-Jährige hatte die Christdemokraten als Spitzenkandidat in die Landtagswahl geführt. Seine Partei stürzte bei der Wahl von 37,1 Prozent im Jahr 2021 auf 17,2 Prozent ab. Die CDU-Landtagsfraktion schrumpfte von 40 auf 15 Abgeordnete.

In den Rücken gefallen – Merz kritisiert Müller

Nur wenige Stunden vor seiner Ankündigung, für den Landesvorsitz zu kandidieren, war Müller von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) öffentlich gerügt worden. Ohne Müller namentlich zu nennen, sagte Merz bei einer Pressekonferenz in Berlin, er habe in den Parteigremien darauf hingewiesen, „dass es niemand von uns verstanden hat, dass wenige Tage vor dem Wahltermin ein stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion dem eigenen Spitzenkandidaten so in den Rücken fällt, wie das drei Tage vor der Wahl bis zum gestrigen Tag anhaltend geschehen ist.“

Müller hatte wenige Tage vor der Wahl in einem Podcast gesagt, sollten die Umfrageergebnisse Wahlergebnisse werden, dann habe AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund einen Regierungsbildungsauftrag. Das sahen zwar einige ähnlich bei den Christdemokraten, empfanden viele in der Hochphase des Wahlkampfs jedoch als Störfeuer.

Müller weist Merz-Kritik zurück

Auf die Nachfrage von Journalisten, was er zur Kritik von Merz sage, betonte Müller: „Ich teile die Äußerung unseres Bundesvorsitzenden nicht, und vor allem teilt es die breite Mehrheit unserer Landespartei nicht.“ Zugleich betonte Müller, dass er als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag seinen Beitrag bei den anstehenden Reformen leisten wolle, „und hier hat Friedrich Merz meine volle Unterstützung“.

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