Nach letzter Mittelmeerreise
Deutschlands kleinstes Kreuzfahrtschiff legt Pause ein
02.11.2026 – 08:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach der Ausschiffung in der Türkei steht bei der „MS Hamburg“ ein umfangreicher Umbau an. Die Veränderungen betreffen nicht nur die Kabinen.
Deutschlands kleinstes Kreuzfahrtschiff, die „MS Hamburg“, hat seinen Gästebetrieb vorübergehend eingestellt. Wie das Fachportal „Schiffe und Kreuzfahrten“ berichtet, gingen am Sonntag (1. November) nach einer Mittelmeerreise in Istanbul alle Passagiere von Bord. Neue Gäste wurden nicht aufgenommen.
Grund ist ein planmäßiger Werftaufenthalt, bei dem das Schiff umfangreich modernisiert werden soll. Der Hamburger Kreuzfahrtanbieter Plantours hatte die Arbeiten bereits im Juni angekündigt. Sie sollen mehrere Wochen dauern. Dem Bericht zufolge soll der Umbau in einer Werft im türkischen Yalova stattfinden.
„MS Hamburg“ erhält neue Balkonkabinen
Nach Angaben von Plantours sollen alle Kabinen ein neues Design erhalten. Zudem entstehen vier neue Balkonkabinen im vorderen Bereich von Deck 4. Sie sollen zwischen 15 und 17 Quadratmeter groß sein und jeweils über einen rund 6,5 Quadratmeter großen Balkon verfügen.
Auch die Aufteilung der Kabinenkategorien wird verändert. Künftig sollen mehr Suiten und zusätzliche günstigere Innenkabinen angeboten werden. Der Poolbereich erhält einen neuen Bodenbelag im maritimen Stil, auch die Lounge soll umgestaltet werden.
Plantours und sein Mutterkonzern Ligabue investieren gemeinsam in den Umbau. Wie viel Geld dafür vorgesehen ist, teilte der Kreuzfahrtanbieter nicht mit. Die „MS Hamburg“ bietet Platz für maximal 400 Passagiere.
Dann soll die „MS Hamburg“ zurückkehren
Am 11. Dezember 2026 soll das Schiff nach Angaben von Plantours seinen Gästebetrieb in Istanbul wieder aufnehmen. Anschließend geht es in mehreren Etappen zurück nach Hamburg, wo das Kreuzfahrtschiff laut Reiseplan am 13. Januar 2027 erwartet wird.
Von dort aus startet die „MS Hamburg“ erstmals zu einem Winterprogramm mit Kreuzfahrten ab und bis zur Hansestadt. Damit will Plantours auch seinen Stammgästen neue Routen bieten. Ihr Anteil liegt nach Unternehmensangaben bei mehr als 60 Prozent.
Geplant sind unter anderem zwei Reisen zum Nordkap im Januar und Februar. Danach geht es für 36 Tage zu den Kanarischen und Kapverdischen Inseln. Im März soll das Schiff erneut Kurs auf den Norden nehmen. Die Route führt dann durch die Ostsee bis in den Bottnischen Meerbusen.