90 Filialen betroffen
Motorradausstatter meldet Insolvenz an
20.11.2025 – 01:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Motorradausstatter Polo aus NRW ist in die Insolvenz gerutscht. Das ist nicht das erste Mal.
Die Polo Motorrad und Sportswear GmbH, ein Anbieter für Motorradzubehör und Ausstattung für Biker aus Jüchen in Nordrhein-Westfalen, hat erneut Insolvenz angemeldet. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ und die „Bild“ übereinstimmend berichten, ist der Antrag auf Insolvenz in Eigenverantwortung am 18. November bei Amtsgericht Mönchengladbach gestellt worden. Das Unternehmen hatte schon 2012 einmal ein Insolvenzverfahren durchlaufen.
Das Unternehmen mit 90 Filialen in ganz Deutschland hat sich bislang nicht selbst geäußert. Laut HAZ arbeiten insgesamt 700 Mitarbeiter in der Firma. Die Fachseite Motorradonline.de berichtet, dass die Löhne bis Januar 2026 gesichert sind. Das Unternehmen will zunächst versuchen, aus eigener Kraft wieder auf die Beine zu kommen. Der Betrieb laufe deshalb weiter, heißt es in den Medienberichten.
Grund für die finanziellen Schwierigkeiten sei die aktuell angespannte Wirtschaftslage. Man spüre eine allgemeine Kaufzurückhaltung, was sich auf die Liquidität des Unternehmens auswirke. CEO Andrew Thorndike sagte Motorradonline.de, das gerichtliche Verfahren sei nötig, um das Unternehmen langfristig zu entschulden und unabhängiger zu machen. Als Insolvenzverwalter ist dem Bericht nach Dr. Volker Römermann bestellt worden. Es soll mit der Geschäftsführung ein langfristiges Konzept erarbeitet werden. Die Polo-Ableger in der Schweiz und in Österreich sollen von der Insolvenz nicht betroffen sein.
Polo wurde im März 1980 als Expressversand gegründet und startete mit einem kleinen Produktsortiment – vier Jacken, drei Hosen und zwei Paar Handschuhe. Im selben Jahr eröffnete der erste Laden in Düsseldorf. Das Sortiment wuchs schnell um Helme und Stiefel. Bis 1985 etablierte sich Polo als Vollsortiment-Anbieter mit eigenem Jahreskatalog und wachsender Produktvielfalt.
