Heutiger Bayern-Star
Traumtor von zehnjährigem Karl geht viral – Trainer erinnert sich
24.11.2025 – 17:18 UhrLesedauer: 3 Min.
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Ein sieben Jahre zurückliegendes Tor bei einem Hallenfußballturnier verbreitet sich aktuell im Netz. Der Grund: Der Torschütze damals war ein zehn Jahre alter Lennart Karl.
Lennart Karl ist aktuell der Shootingstar des deutschen Fußballs. Aufgefallen ist der Flügelspieler des FC Bayern aber schon als Zehnjähriger, als er einen Ball zu einem potenziellen Tor des Monats in die Maschen drosch. Das Video des Treffers geht jetzt wieder viral – und t-online hat mit seinem damaligen Trainer gesprochen, der die Szene auch bei Instagram hochgeladen hatte.
„Lennart hat damals schon öfter solche Dinger rausgehauen“, sagt Kerim Mokline, ehemals Coach der U11 von Eintracht Frankfurt und Mit-Entdecker des heutigen Bayern-Stars. „Deshalb kam das Tor nicht völlig überraschend, es war nicht sein erstes tolles Tor.“ Der Treffer des Zehnjährigen war das vorentscheidende 2:0 im Finale eines Hallenturniers Anfang Dezember 2018 gegen Borussia Mönchengladbach. „Ich weiß das noch ganz genau, in der Gruppenphase hatten wir noch 0:6 verloren.“
Karl spielte da seine zweite Saison bei der Eintracht, jeweils betreut von Coach Mokline. Schon damals war Karl, seit seinem Tor gegen Brügge der jüngste deutsche Torschütze in der Champions League (17 Jahre, 242 Tage), früh dran: Mit neun Jahren durfte er schon bei der Frankfurter U11 spielen. „Er war in dem Alter schon technisch überragend und vielen voraus“, sagt Mokline. Der damals 24-Jährige und ein Mitarbeiter des Scoutings hatten Karl bei Viktoria Aschaffenburg entdeckt und konnten ihn für die Eintracht gewinnen, als Mokline die U11 des Bundesligisten neu aufbauen sollte.
Und schon nach wenigen Wochen erzielte Karl für die Eintracht das erste mögliche „Tor des Monats“: Der Neunjährige verwandelte eine Ecke direkt – im Derby gegen Offenbach. Lennart Karl nahm das Tor sehr cool hin, die Mannschaftskameraden bejubelten ihn und den Treffer deutlich mehr als er selbst. Die Eintracht lud das Video hoch.
Bei dem Tor, das jetzt wieder Kreise zieht, war das anders. Ein Elternteil auf der Tribüne hatte das Kunststück mitgefilmt und gab das Video Mokline, der es in seinem Instagram- und Facebook-Account hochlud. Schnell bekam er eine Anfrage von „433“, einem großen Instagram-Account für Fußball-Leckerbissen mit Dutzenden Millionen Followern. Das Video verbreitete sich schnell, mehrere große Medien interessierten sich. Und die Eltern des Zehnjährigen konnten schon erste Erfahrungen mit der Presse sammeln. „Ich habe Kontakte weitergegeben, habe Journalisten gesagt, sie können doch direkt mit den Eltern sprechen. Dann können die auch steuern, was sie möchten.“
