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Finanzen

Mit diesem Plan um die Altersvorsorge kümmern

wochentlich.deBy wochentlich.de28 Dezember 2023Keine Kommentare4 Mins Read
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Mit diesem Plan um die Altersvorsorge kümmern
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Die Rente war für Sie bisher noch kein Thema – aber jetzt wollen Sie mit dem Sparen beginnen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie dabei vorgehen.

Das Wichtigste im Überblick


Über die Hälfte Ihres Arbeitslebens liegt hinter Ihnen – und über Ihren Ruhestand haben Sie noch nicht nachgedacht? Dann wird es Zeit. Denn die zu erwartenden Renteneinkünfte werden den Wegfall Ihrer aktuellen Bezüge nicht ausgleichen können.

Und selbst wenn Sie bereits vereinzelt Aktien oder ETFs in Ihrem Depot haben und die gestiegenen Zinsen auf einem Tagesgeldkonto nutzen, wird das vermutlich nicht genügen. Damit die Rentenlücke später nicht zu groß ausfällt, sollten Sie nicht länger grübeln, sondern strategisch vorgehen. Mit diesem 7-Punkte-Plan können Sie gelassener in den Ruhestand gehen.

1. Kontenklärung bei der Rentenversicherung

Einmal im Jahr versendet die Deutsche Rentenversicherung (DRV) ein Schreiben an alle Versicherten mit der Höhe der zu erwartenden Rente. Sollten Sie ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen sein, rechnen Sie sich aus, wie hoch ihre Rentenlücke sein wird. Die Rentenberechnung erfolgt auf der Grundlage des Einkommens, das sie im Ruhestand für ihren Lebensunterhalt benötigen. Ziehen Sie davon Ihre prognostizierte Rente ab. Der Fehlbetrag ist der, den Sie sich mit einem Sparplan beiseitelegen sollten.

Beispiel: Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) errechnet aufgrund Ihrer Rentenpunkte bei regulärem Renteneintritt eine Rentenhöhe von 1.100 Euro. Sie benötigen allerdings für Miete, Strom, Konsum, Reisen und Notfälle mindestens 1.900 Euro. Damit ergibt sich eine Rentenlücke von 800 Euro. Da sie ab jetzt noch ein paar Jahre im Arbeitsleben stehen werden und möglicherweise Ihr Gehalt steigt, erhöht sich auch die prognostizierte Rente. Damit verringert sich auch die Rentenlücke.

  • Tipp: Versicherte sollten mit einer sogenannten Kontenklärung prüfen, ob die bei der DRV hinterlegten Daten und Zeiten korrekt gespeichert sind und gegebenenfalls Unterlagen nachreichen, rät Katja Braubach vom Deutschen Rentenversicherung Bund. Denn: Nicht immer sind Ausbildungs-, Pflege- und Kindererziehungszeiten vollständig erfasst.

2. Rentenpunkte kaufen

Es besteht am Ende eines jeden Jahres die Möglichkeit, Rentenpunkte zu kaufen. Der Preis pro Rentenpunkt wird jährlich neu berechnet. In diesem Jahr kostet ein Rentenpunkt 8.024 Euro, im Jahr 2024 soll er 8.570 Euro kosten. Durch mehr Rentenpunkte erhöht sich automatisch die Rente. Sonderzahlungen verpflichten nicht zum früheren Renteneintritt. Die Einzahlungen können zu 100 Prozent steuerlich geltend gemacht werden. Der Wert der Rentenpunkte ist garantiert.

Beispiel: Wenn Sie Ihre zu erwartende Rente freiwillig um 200 Euro aufstocken möchten, müssten Sie derzeit einen Betrag von 42.683 Euro in die Rentenversicherung einzahlen, rechnet Katja Braubach vor. Vorteil gegenüber anderen Sparmodellen: Die gesetzliche Rente wird als lebenslange Rente gezahlt und steigt im Laufe der Zeit entsprechend der Lohnentwicklung.

Gut zu wissen: Zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlte Beiträge sichern nicht nur das Alter ab, sondern enthalten weitere soziale Absicherungen. Dazu gehören zum Beispiel Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, Witwen- und Waisenrenten sowie Zuschüsse zur Krankenversicherung als Rentnerin oder Rentner.

3. Betriebliche Altersvorsorge

Wenn möglich, schließen Sie eine betriebliche Altersvorsorge ab. Dazu rät Max Schmutzer von der Stiftung Warentest. Arbeitgeber sind in Deutschland verpflichtet, mindestens 15 Prozent der Beiträge zuzuschießen. Laut Schmutzer geben viele Arbeitgeber aber freiwillig mehr. Bei der späteren Auszahlung einer betrieblichen Altersvorsorge müssen Sie bis zu einem Freibetrag von 169,75 Euro pro Monat keine Krankenkassenbeiträge zahlen.

  • Tipp: Falls Ihr Unternehmen keine betriebliche Altersvorsorge anbietet, sparen Sie den gleich hohen Betrag in einem privaten ETF-Sparplan. Damit entfallen zwar der Arbeitgeberanteil und der Steuervorteil durch die Entgeltumwandlung, aber die langfristige Rendite ist oft um einiges höher als bei der betrieblichen Altersvorsorge. Darüber hinaus können Sie sich das Geld aus einem ETF später flexibel auszahlen lassen.

4. In Indexfonds investieren

ETF-Sparpläne sind beliebt. Die durchschnittliche Rendite der vergangenen Jahre spricht eine eindeutige Sprache: Mit dem beliebtesten Indexfonds MSCI World waren bisher etwa neun Prozent Rendite pro Jahr möglich. Ein ähnliches Ergebnis war mit einem S&P-500-ETF erreichbar.

ETFs investieren breit gestreut in viele verschiedene Aktien und senken das Risiko von Kursverlusten über einen langen Zeitraum. Die laufenden Kosten sind gering. Sparpläne sind flexibel. ETF-Anteile können Sie monatlich als Sparplan oder einmalig kaufen. Es kann sich lohnen, verschiedene ETFs miteinander zu kombinieren.

  • MSCI-World-ETF investiert in über 1.500 Unternehmen in über 23 Ländern
  • S&P-500-ETF investiert in die 500 besten Unternehmen der USA
  • Dax-ETF investiert in alle Unternehmen, die im deutschen Leitindex Dax 40 vertreten sind
  • Nasdaq-100-ETF investiert in den amerikanischen Technologiesektor

Endkapital13.159 €

Zinsen3.159 €

Beispiel: Entscheiden Sie sich für den einmaligen Kauf eines ETFs, statt Rentenpunkte zu kaufen oder eine betriebliche Altersvorsorge abzuschließen, könnten Sie mit einer Summe von 8.000 Euro und einer Rendite von neun Prozent pro Jahr nach 15 Jahren einen Ertrag von 29.139 Euro erzielen. Bei einem ETF-Sparplan mit einer Anfangsinvestition von 8.000 Euro und monatlichen Raten von 100 Euro erzielen Sie nach 15 Jahren sogar 66.067 Euro.

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