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Politik

Mission Stimmungswechsel – welche Sorgen die CSU 2026 plagen

wochentlich.deBy wochentlich.de6 Januar 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Mission Stimmungswechsel – welche Sorgen die CSU 2026 plagen
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CSU-Winterklausur

Mission Stimmungswechsel – welche Sorgen die CSU 2026 plagen

Aktualisiert am 06.01.2026 – 04:00 UhrLesedauer: 3 Min.

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Vor einem Jahr sollte die CSU-Klausur die Weichen für eine erfolgreiche Bundestagswahl stellen. Zum Jahresbeginn 2026 gilt es für die Union, einen Stimmungswechsel zu erreichen. (Archivbild) (Quelle: Peter Kneffel/dpa/dpa-bilder)

Vor einem Jahr zählte eine große Uhr bei der CSU-Klausur die Tage und Minuten bis zum Politikwechsel. Ein Jahr später zeigt sich: Auf die Zuversicht im Wahlkampf folgten unerwartet große Probleme.

Als die CSU-Bundestagsabgeordneten vor einem Jahr zu ihrer Winterklausur in Kloster Seeon zusammenkamen, war die Stoßrichtung dank der vorgezogenen Bundestagswahl klar wie selten. „Politikwechsel Countdown“ stand in großen Lettern über einer Uhr im Vorhof des Klosters. Jede Rede, jedes Statement hatte denselben Tenor: Mit maximaler Entschlossenheit und Optimismus geht es in die Bundestagswahl.

Wenn die CSU-Parlamentarier heute für ihr dreitägiges Traditionstreffen nach Seeon zurückkehren, tun sie dies zwar als Vertreter einer Regierungspartei. Die demonstrative Zuversicht hat bei vielen aber massiv gelitten. „Es ist schon paradox, wir sind inhaltlich seit der Wahl mehr als gut unterwegs, aber bei der Stimmung im Land kommt es einfach nicht an“, fasst ein führender CSU-Bundestagsabgeordneter die Lage zusammen. Deshalb müsse – so heißt es immer wieder in der Landesgruppe – 2026 das Jahr des Stimmungswechsels werden, ohne lähmende Debatten und Koalitionszwist. „Wir brauchen endlich wieder Zuversicht, den Turnaround.“

Flaute der Wirtschaft, gesellschaftliche Spaltung, außenpolitische Krisen: Während die Union als Oppositionsführerin im Bundestag aus der düsteren Lage noch Profit schlagen konnte, leidet sie nun in Regierungsverantwortung zunehmend unter der neuen deutschen Depression. Weder die Bundesregierung noch Bayerns Staatsregierung stehen derzeit einer mehrheitlich zufriedenen Wählerschaft gegenüber – und dies, obwohl sie etwa in der Migrationspolitik tatsächlich schon viele Versprechen eingelöst haben.

Und das alles zu Beginn eines Wahljahres, das es in sich hat. Acht Wahlen stehen 2026 an – darunter fünf Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Für die CSU ist zudem die Kommunalwahl am 8. März von herausragender Bedeutung – hier drohen ebenfalls massive Verluste an die überall im Land lauernde AfD.

Der Schlüssel zum Erfolg – da sind sich Politiker wie Wissenschaftler einig – liegt in der wirtschaftlichen Erholung. Und genau hier erhoffen sich die Abgeordneten in Seeon Antworten von Kanzler Friedrich Merz (CDU) sowie CSU-Chef Markus Söder. Die Erwartungen an die Parteispitzen seien hoch, heißt es hinter den Kulissen. Das gilt auch für den neuen Landesgruppenchef Alexander Hoffmann: Er müsse inhaltliche Prioritäten setzen und dabei „die Balance zwischen bayerischem Profil und gesamtstaatlicher Verantwortung hinbekommen“.

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