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Finanzen

Millionen Mieter am Limit – teils 60 Prozent vom Gehalt für Wohnen

wochentlich.deBy wochentlich.de3 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Millionen Mieter am Limit – teils 60 Prozent vom Gehalt für Wohnen
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Mieterbund warnt

Millionen Mieter am „finanziellen Limit“ – vor allem eine Gruppe

Aktualisiert am 03.06.2026 – 09:12 UhrLesedauer: 3 Min.

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Eine Frau sichtet ihre Haushaltskosten: In Metropolen gibt es nur wenig bezahlbaren Wohnraum. (Quelle: Vladimir Vladimirov/getty-images-bilder)

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Mehr als drei Millionen Mieterhaushalte zahlen über 40 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen. Der Mieterbund fordert strengere Regeln gegen Wucher.

Millionen Mieter in Deutschland sind von ihren Wohnkosten überlastet. Rund 3,2 Millionen Mieterhaushalte wenden mehr als 40 Prozent ihres Nettoeinkommens für das Wohnen auf, zeigt eine Studie des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) im Auftrag des Deutschen Mieterbunds. Weitere 3,4 Millionen Mieterhaushalte geben demnach 30 bis 40 Prozent ihres Nettoeinkommens für Kaltmiete und Heizkosten aus.

Einer Faustregel zufolge sollen Haushalte maximal 30 Prozent ihres monatlichen Nettoeinkommens für die Warmmiete ausgeben. Nur so bleibt genügend Puffer für Lebenshaltungskosten und Ersparnisse.

Insgesamt sind aus Sicht von IWU und Mieterbund rund 6,6 Millionen Mieterhaushalte überlastet – das ist jeder dritte. Die Präsidentin des Deutschen Mieterbunds, Melanie Weber-Moritz, sprach von alarmierenden Zahlen. „Die Bundesregierung muss jetzt Mieterinnen und Mieter vor weiteren Belastungen schützen.“

Hoher Anteil von Geringverdienern

Der Studie zufolge gehören von den fast 20 Millionen Mieterhaushalten in Deutschland 42 Prozent oder 8,3 Millionen zum unteren Einkommensdrittel: Sie haben ein Haushaltsnettoeinkommen von im Schnitt 1.417 Euro pro Monat. Diese Gruppe sei mit ihren Wohnkosten am „finanziellen Limit“.

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„Besonders betroffen sind die untersten zehn Prozent der Einkommensverteilung, sie haben eine durchschnittliche Wohnkostenbelastung von 60 Prozent“, heißt es in der Studie, die auf Daten aus dem jüngsten Mikrozensus 2022 zu Einkommen und Mieten basiert. Die Zahl wurde anhand von Angaben des Statistisches Bundesamts auf den neusten verfügbaren Stand von 2024 fortgeschrieben.

Anders als der Mieterbund sieht das Statistische Bundesamt nur eine relativ kleine Minderheit der Bevölkerung von ihren Wohnkosten überlastet. 2025 waren davon 11,2 Prozent der Menschen in Deutschland oder rund jeder Neunte betroffen, hat die Behörde auf Basis früherer europäischer Statistikdaten errechnet. Das Statistische Bundesamt zieht die Grenze strenger und bezeichnet Haushalte erst als überbelastet, wenn sie über 40 Prozent ihres Einkommens für Wohnen aufwenden.

Neue Mieter zahlen deutlich mehr

Der Mieterbund schreibt, der Anstieg der Mieten treibe die Wohnkostenbelastung vieler Haushalte nach oben, besonders für jene, die kürzlich umgezogen sind. So seien die Mieten in Verträgen ab 2020 im Schnitt gut ein Fünftel höher und Mieterhaushalte hätten mit 33 Prozent eine deutlich höhere Wohnkostenbelastung als Haushalte, die vor 2020 eingezogen sind.

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In Metropolen wie München bleiben viele Menschen in alten Mietverträgen. (Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa-bilder)
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