61 Prozent weniger
Aldi: Massiver Preissturz bei Milka-Schokolade ab Montag
13.12.2025 – 14:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Preiskampf bei Milka-Schokolade erreicht einen neuen Höhepunkt. Der Discounter Aldi unterbietet dabei sogar seinen Konkurrenten Lidl.
Mit diesem Angebot schlägt der Discounter seinen schärfsten Konkurrenten: Lidl. Dieser hatte eine Woche zuvor die Tafel für 0,79 Euro angeboten – und somit um 60 Prozent reduziert.
Ursprünglich kostet die 90-Gramm-Tafel 1,99 Euro.
Doch Lidl setzt weiterhin auf den Milka-Preiskampf: So bietet der Discounter die „I love Milka Pralinés“ ab Montag für 1,55 Euro an, statt ursprünglich für 3,49 Euro (minus 55 Prozent). Bei Penny gibt es hingegen die 250-Gramm-Tafel von Milka für 2,88 Euro statt 4,99 Euro (minus 42 Prozent). Und auch ein Drogeriemarkt mischt beim Preiskampf mit, wenn auch in wesentlich abgeschwächter Form: Rossmann bietet die 90-Gramm-Tafel ab kommenden Montag für 1,11 Euro an.
Mit den Unterbietungen wollen die Händler sich nicht nur gegenseitig ausstechen. Experten gehen davon aus, dass sie damit auch das wichtige Weihnachtsgeschäft retten wollen. Denn in diesem Winter ist Schokolade vergleichsweise teuer. Viele Kunden meiden daher den Griff zu der beliebten Süßigkeit und weichen eher auf Frucht- und Weingummis aus. Das bestätigen die Verkaufszahlen von Haribo und Katjes.
Der Milka-Hersteller Mondelez hatte in den vergangenen Monaten mit sinkenden Absatzzahlen zu kämpfen. Zwar stiegen die Umsätze europaweit infolge höherer Preise, doch die verkaufte Menge sank deutlich um rund 7,5 Prozent. Parallel verlor Milka bei vielen Schokoladenfans an Sympathie. Ein Grund sind versteckte Preiserhöhungen – kleinere Verpackung zum gleichen oder gar höheren Preis. Diese „Mogelpackungen“ führten dazu, dass die Verbraucherorganisation Foodwatch die Schokotafeln von Milka zur „dreistesten Werbelüge des Jahres“ kürte.
Branchenexperten werten die aktuellen Preisaktionen der Händler daher als Versuch des Konzerns, Umsatz und Marktanteile zum Jahresende zu stabilisieren. Nicht zuletzt, da Mondelez an der Börse ist und regelmäßig Gewinnerwartungen herausgeben muss. Die Rabattwelle dürfte daher auch Teil seiner kurzfristigen Bilanzstrategie sein, mutmaßen Experten.
