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Sport

Mika Noodt als Erster im Ziel, aber wird nur Zweiter

wochentlich.deBy wochentlich.de17 November 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Mika Noodt als Erster im Ziel, aber wird nur Zweiter
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Chaotisches Event in Dubai

Deutscher Triathlet als Erster im Ziel – er wird aber nur Zweiter

17.11.2025 – 18:46 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Mika Noodt: Er begann mit 13 Jahren mit dem Triathlon-Sport. (Quelle: IMAGO/Stephane Thomas/imago)

Schon als er das Siegerband in den Händen hielt, war Mika Noodt skeptisch, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Zu seinem Leidwesen sollte sich sein Verdacht bestätigen.

Mika Noodt hob das Siegerband in die Höhe – doch gewonnen hatte er nicht. Beim Triathlon in Dubai kam es zu einem kuriosen Zwischenfall mit dem Rundenzähler. Statt als Gewinner gewertet zu werden, hatte der 25-Jährige am Ende eine Runde zu wenig absolviert.

Zunächst sah es so aus, als hätte der deutsche Triathlet das Rennen über zwei Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 18 Kilometer Laufen für sich entschieden. Doch Noodt selbst zeigte sich direkt nach dem Zieleinlauf irritiert. Er schaute sich um, hielt das Band hoch, doch sein Gesichtsausdruck sprach Bände. Gewissheit brachte erst eine Auswertung nach dem Rennen: Aufgrund eines defekten Rundenzählers war Noodt zu früh ins Ziel eingebogen.

Damit nicht genug: Gleichzeitig hatte ein Führungstrio zuvor auf dem Rad eine Runde zu viel absolviert. Drei Stunden dauerte es, bis die Veranstalter das Durcheinander auflösen konnten. Am Ende wurde der Amerikaner Morgan Pearson als Sieger gewertet, Noodt belegte Platz zwei. Zum dritten Mal in der laufenden T100-Serie. „Das war das kurioseste Rennen, das ich jemals bestritten habe“, sagte er anschließend.

Der gebürtige Wolfsburger gilt als enorm laufstark und feierte bereits mit 21 Jahren seinen ersten Profisieg. Gleichzeitig blieb er während seiner bisherigen Laufbahn nicht von Rückschlägen verschont.

2022 musste er wegen einer Ermüdungsreaktion im Hüft-Becken-Bereich mehrere Monate pausieren. Dennoch wurde er in dem Jahr Vierter bei der Ironman-WM über die Mitteldistanz in Utah.

2023 brach er sich bei einem Sturz das Wadenbein. Ein behandelnder Orthopäde äußerte damals Zweifel, ob er jemals wieder einen Marathon auf seinem alten Niveau laufen könne – Noodt belehrte ihn eines Besseren.

Es reihten sich weitere unglückliche Momente aneinander: Im Oktober 2023 stürzte er in Frankreich kurz vor dem Ziel aus Erschöpfung, überquerte die Linie auf allen vieren. „Ich habe die Kontrolle über meine Beine verloren“, sagte er damals.

Im darauffolgenden Jahr verpasste er ein Rennen in Las Vegas. Bei einer Trainingsrunde wurde ihm die Vorfahrt genommen. Noodt stürzte bei knapp 57 km/h, verletzte sich an Hüfte und Schulter und konnte auch beim Saisonhöhepunkt auf Hawaii nicht starten.

Trotz allem bleibt der 25-Jährige positiv. In der Szene gilt er als Kandidat, der in die Fußstapfen früherer deutscher Hawaii-Sieger treten könnte – von Thomas Hellriegel bis Patrick Lange. Zumindest dann, wenn er länger verletzungsfrei bleibt und auch die Technik ihm keinen Streich spielt.

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