Zustand der Prinzessin „gefährlich“
Arzt: Ohne neue Lunge bleibt Mette-Marit nur ein Jahr
Aktualisiert am 05.06.2026 – 14:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Sorgen um Mette-Marit wachsen: Wie ihre Ärzte am Freitag bekanntgaben, hat sich der Zustand der Kronprinzessin „deutlich verschlechtert“.
Zunächst war es der Königspalast, der am Freitag mitteilte, wie sich der Gesundheitszustand bei Kronprinzessin Mette-Marit derzeit darstellt. Demnach gebe es Grund zur Sorge. „Der Fortschritt der Lungenerkrankung der Kronprinzessin ist besorgniserregend. Nach einer umfassenden medizinischen Untersuchung wurde sie nun auf die Warteliste für Patienten gesetzt, die eine Lungentransplantation erhalten“, hieß es in der Pressemitteilung.
Seit dem Jahr 2018 ist öffentlich bekannt, dass Mette-Marit unter einer chronischen Lungenfibrose leidet. 2025 erklärte der Palast schließlich, dass die Kronprinzessin kürzertreten müsse, um sich auf eine Transplantation vorzubereiten. Seitdem tritt die 52-Jährige öffentlich nur noch mit einem Beatmungsgerät in Erscheinung. Ihr behandelnder Arzt, der Lungenspezialist Are Holm vom Universitätsklinikum Oslo, sprach am Freitag in einer Pressekonferenz über Mette-Marits Gesundheitszustand.
„Überlebenszeit ohne Transplantation beträgt nur ein Jahr“
„Bei den Lungenfunktionstests haben wir gesehen, dass sich ihr Zustand in den vergangenen drei Monaten deutlich verschlechtert hat. Das ist gefährlich“, so der Oberarzt.

Der Experte erklärte, dass eine Lungentransplantation ein „komplexer“ und „risikoreicher“ chirurgischer Eingriff sei und die „Möglichkeit von Komplikationen“ nicht ausgeschlossen werden könnten. „Dies kann eine tödliche Krankheit sein. Die einzige Möglichkeit, die Fibrose letztlich zu heilen, ist eine Lungentransplantation“, fuhr Holm fort. „Der Patient muss so krank sein, dass wir Grund zu der Annahme haben, dass er nur noch ein Jahr zu leben hat“, so Holm weiter.
Dies wisse sein Team basierend auf Untersuchungen. Die Überlebenszeit ohne Transplantation könne auf diese Zeitspanne eingegrenzt werden. Holm erläuterte in diesem Zusammenhang: Wenn eine Lunge transplantiert werde, „schafft es tatsächlich einer von acht nicht durch das erste Jahr.“
Im Universitätsklinikum verfüge man über „besondere Fachkompetenz“ sowie „spezialisierte Teams, die dies auf sichere Weise gewährleisten“. Der Eingriff erfolge unter Vollnarkose. „Wir müssen das Brustbein und den Brustkorb öffnen und schließen das Herz an eine Herz-Lungen-Maschine an, wie es auch bei einer offenen Herzoperation üblich ist, damit Blutkreislauf und Gasaustausch außerhalb des Körpers stattfinden können“, beschreibt er den Ablauf eines solchen Eingriffs. Das Herz werde stillgeleg, anschließend entferne man die erkrankte Lunge. Dies sei „der schwierigste Teil des gesamten Eingriffs“.
