Nach Krankenhausaufenthalt
Marius Borg Høiby kommt nicht zur Urteilsverkündung
12.06.2026 – 17:21 UhrLesedauer: 1 Min.
Am Montag fällt das Urteil im Prozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit. Doch er wird die Verkündung vom Gefängnis aus verfolgen.
Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, kommt zu seiner Urteilsverkündung am Montag nicht ins Gericht. Wie das Osloer Bezirksgericht der Nachrichtenagentur NTB mitteilte, werde der 29-Jährige den Urteilsspruch „aufgrund von dokumentierten gesundheitlichen Ursachen“ über einen Video-Link vom Gefängnis aus mitverfolgen.
Das bestätigte auch seine Anwältin Ellen Holager Andenæs. Details zur Gesundheit ihres Klienten gab sie aber nicht preis. Bereits am Mittwoch war Marius Borg Høiby in ein Krankenhaus gebracht worden, berichtete zunächst die norwegische Zeitung „Se og Hør“. Über die genauen Hintergründe schwieg sein Umfeld. „Dazu möchte ich keinen Kommentar abgeben“, ließ sein Verteidiger wissen.
- Kurz vor Urteilsverkündung: Marius Borg Høiby wurde in Klinik gebracht
Das Urteil im Mammutprozess gegen Høiby ist für Montagmorgen angekündigt. Der älteste Sohn der Kronprinzessin aus einer früheren Beziehung ist in 40 Punkten angeklagt. Unter anderem soll er vier Frauen nach norwegischem Recht vergewaltigt haben, während diese schliefen. Die Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre und sieben Monate Haft.
Jüngst hatte Høiby die Freilassung aus der Untersuchungshaft beantragt, um bei seiner lebensbedrohlich kranken Mutter sein zu können. Ein Berufungsgericht wies dies ab und begründete dies damit, dass „weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit bestehe, dass Høiby im Falle seiner Freilassung neue Straftaten begehen werde“, berichtete der norwegische Rundfunk.
Dabei bezogen sich die Richter vor allem auf ein Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin, gegen das der 29-Jährige in der Vergangenheit bereits mehrfach verstoßen hatte.
