Nachfolge für Verkehrsminister Schnieder
Merz erhielt offenbar erst am Morgen eine Absage
24.07.2026 – 15:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Friedrich Merz hatte offenbar schon einen Nachfolger für Verkehrsminister Schnieder gefunden. Doch der sagte wohl kurzfristig wieder ab.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat offenbar eine sehr kurzfristige Absage für die Nachbesetzung des Verkehrsministerpostens erhalten. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass Merz sich vom aktuellen Amtsinhaber Patrick Schnieder trennen will. Merz‘ Favorit für die Nachfolge Fritz Güntzler sagte in der Folge offenbar zunächst zu und erst am Freitagmorgen kurz vor der geplanten Verkündung wieder ab, berichten die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und die „Bild“.
Demnach habe Merz am Donnerstag mit Günzler gesprochen und ihm den Posten angeboten. Der „Spiegel“ berichtet von einem Telefonat, während die „Bild“ schreibt, Merz habe Güntzler mit einer Regierungslimousine aus seinem Urlaub von einem Campingplatz abholen lassen. Einigkeit herrscht aber darüber, dass Güntzler das Angebot zunächst angenommen habe.
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Allerdings soll er sich am Freitag um vier Uhr morgens bei Merz per Textnachricht gemeldet und seine Zusage zurückgezogen haben. Merz habe die Nachricht um 6 Uhr gelesen und Güntzler noch versucht, telefonisch umzustimmen – allerdings vergeblich. Güntzler habe erklärt, er fühle sich nicht für Verkehrspolitik zuständig, da seine Kompetenz auf seinem Fachwissen in den Bereichen Steuern und Finanzen beruhe.
Merz äußert sich nicht zu Schnieder
In bereits einem zuvor einberufenen Pressestatement am Freitagmorgen um 9 Uhr äußerte sich Merz dann nicht zu der Personalie. Er berichtete lediglich, dass Nina Warken Thorsten Frei als Kanzleramtschefin nachfolgen und Carsten Linnemann sie als Gesundheitsminister beerben soll. Zudem erklärte Merz, dass Philipp Amthor neuer Bund-Länder-Beauftragter werden soll.
Darüber hinaus kündigte Merz lediglich an: „Es wird weitere Veränderungen im Bundeskabinett geben.“ Zudem verkündete er: „Darüber werde ich Sie zu gegebener Zeit informieren.“

Allerdings war dies offenbar bis zu Güntzlers Absage anders geplant, wie eine SMS des scheidenden Verkehrsministers Schnieder zeigt. In der Nachricht des 58-Jährigen, die inzwischen öffentlich verbreitet wurde, heißt es: „Der Bundeskanzler hat mir gestern am späten Nachmittag mitgeteilt, dass er mich als Verkehrsminister entlassen wird. Heute Morgen um 9.00 Uhr wird er dies u. a. in einer Pressekonferenz öffentlich machen. Ich wollte Euch vorher informieren.“
