Erstmals ganz unten
Merz stürzt in Beliebtheitsranking ab
28.04.2026 – 09:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Es ist eine Premiere in einem bekannten Politiker-Ranking: Friedrich Merz belegt den letzten Platz. Grund dafür könnte eine heftig kritisierte Äußerung des Kanzlers sein.
Bundeskanzler Friedrich Merz verliert laut aktuellem Politiker-Ranking deutlich an Beliebtheit. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Marktforschungsinstitut Insa wöchentlich im Auftrag von „Bild“ durchführt. Demnach verschlechtert sich der Kanzler erneut um zwei Ränge und belegt nun erstmals den letzten von insgesamt 20 Plätzen. Auf einer Skala von 0 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) bringt er es gerade einmal auf einen Beliebtheitswert von 2,9.
Zwar gehen aus der Umfrage keine Gründe für die Bewertung hervor. Einen möglichen Einfluss auf das Ergebnis könnte allerdings Merz‘ Rentenäußerung zu Beginn der vergangenen Woche gehabt haben.
Der Kanzler löst damit das Dauerschlusslicht Jens Spahn (CDU) auf dem letzten Platz des Rankings ab. Dieser verbessert sich leicht und belegt jetzt Platz 19 mit einem Beliebtheitswert von 3,0.
Die Spitze der Rangliste bleibt hingegen unverändert: Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) belegt weiterhin Platz eins (4,9). Auf Platz zwei rückt der Grünen-Politiker Cem Özdemir vor (4,1). Er entschied Anfang März die Landtagswahl in Baden-Württemberg für sich. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bringt es auf den gleichen Beliebtheitswert.
Auffällig verbessern kann sich im Vergleich zur Vorwoche Innenminister Alexander Dobrindt (CSU). Er steigt von Rang acht auf Rang sechs auf und bringt es nun auf einen Beliebtheitswert von 3,9. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann klettert zudem von Rang zwölf auf Rang neun (3,7).
Zu den Absteigern gehören in dieser Woche AfD-Chefin Alice Weidel, die von Platz sechs auf Platz acht fällt (3,7). Linken-Chefin Heidi Reichinnek fällt zudem von Platz elf auf Platz 16 (3,4). Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) rutscht von Platz neun auf Platz elf (3,5).
Die Umfrage, bei der 2.010 Befragte in Deutschland Politiker benoteten, wurde vom 24. bis 27. April 2026 durchgeführt. Das Ranking ergibt sich aus dem Durchschnitt der Benotungen.
