Mit Blick auf die Kommunikation zeigte sich Merz allerdings etwas selbstkritisch. „Ich kann da in der Tat noch besser werden“, sagte er auf die Frage, ob es eine Schwäche von ihm sei, dass er mit seinen Worten bislang nicht durchdringe.
Auf verbale Fehltritte angesprochen, etwa seine Formulierung vom „Problem im Stadtbild“ im Zusammenhang mit Migration, erklärte er, er nehme wahr, „dass diese Sprache auf eine hypernervöse Öffentlichkeit stößt, die sich auch triggern lässt“. Verbiegen wolle er sich dennoch nicht: „Aber ich habe einen Amtseid abgelegt, und ich habe ein Gewissen.“ Beides verpflichte ihn. „Vielleicht kann ich es netter verpacken, vielleicht kann ich es freundlicher sagen. Aber die Lage ist so herausfordernd, dass ich mich dem nicht entziehen werde.“
