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Politik

Merz legt sich in TV-Sendung mit Kinderärztin an

wochentlich.deBy wochentlich.de28 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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„Das ist eine persönliche Herabsetzung“

Merz legt sich mit Kinderärztin an


Aktualisiert am 28.08.2026 – 00:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Bundeskanzler Friedrich Merz in der RTL-Sendung. Er fühlte sich persönlich angegriffen. (Quelle: Sebastian Christoph Gollnow)

In einer RTL-Sendung geht eine Kinderärztin Bundeskanzler Friedrich Merz scharf an. Der CDU-Chef wehrt sich.

Kanzler Friedrich Merz hat sich in einer TV-Runde einen scharfen verbalen Schlagabtausch mit der Kinderärztin Bea Merscher geliefert. Die Ärztin aus Niedersachsen fragte den Kanzler in der RTL-Sendung „Am Tisch mit Friedrich Merz“ von Moderatorin Pinar Atalay, warum er seinen Amtseid breche und „menschenverachtende und zerstörerische Gesetze“ wie das Sparpaket bei den Gesundheitsausgaben erlasse. „Das geht jetzt ein bisschen über das normale Maß der Kritik hinaus“, antwortete Merz. „Das ist eine persönliche Herabsetzung, die geht zu weit.“

Er sei bereit, Kritik hinzunehmen, sagte Merz. „Dass wir Probleme haben und dass wir die lösen müssen, einverstanden.“ Man könne ja sagen, man sei nicht einverstanden mit dem, was die Bundesregierung tue. „Aber uns, und auch mir persönlich, einen vorsätzlichen Bruch meines Amtseides vorzuwerfen, das ist schon ziemlich harter Tobak.“ Er weise den Vorwurf mit Entschiedenheit zurück, „dass ich vorsätzlich die Zukunft dieser Kinder zerstöre“.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, 2.v.l) und Moderatorin Pinar Atalay (2.v.r.) sitzen nach der RTL-Sendung "Am Tisch mit Friedrich Merz" mit den Studiogästen Hannah Clemens (l-r), Oliver Bernt, Bea Merscher und Matthias Kappis an einem Tisch.Vergrößern des Bildes
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, 2.v.l.) und Moderatorin Pinar Atalay (2.v.r.) sitzen nach der RTL-Sendung „Am Tisch mit Friedrich Merz“ mit den Studiogästen Hannah Clemens (l-r), Oliver Bernt, Bea Merscher und Matthias Kappis an einem Tisch. (Quelle: Sebastian Christoph Gollnow)

Merscher hat auf Instagram mehr als 305.000 Follower und kritisiert dort immer wieder die Gesundheitspolitik der Bundesregierung. „Therapeutinnen sind die unsichtbaren Lebensretter unseres Gesundheitssystems. Und genau bei ihnen wird jetzt gekürzt“, schrieb sie unter anderem, „dabei sind die Praxen schon heute am Limit: Fachkräftemangel, schlechte Bezahlung und monatelange Wartezeiten.“

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Merz: Sie machen sich das ein bisschen leicht

Merz wies Vorwürfe zurück, die Gesundheitsreform gehe eher auf Kosten der Versicherten als beispielsweise der Pharmaindustrie. „Das ist ein Gefühl. Aber das entspricht nicht unserem Gesetz“, sagte der Kanzler. Die Bundesregierung habe alle Beteiligten am Gesundheitswesen mitbelastet und „aufgefordert und auch dazu gebracht, Einsparbeiträge zu leisten“. Merz ergänzte: „Also ich finde, Sie machen sich das ein bisschen leicht.“

Harsche Kritik bekam Merz in der Sendung auch von einem Vater zu hören, der monierte, die Politik lasse Familien mit Kindern allein. „Ich finde, Ihre Kritik ist ein bisschen zu hart“, antwortete der Kanzler. „Wir tun nach wie vor viel für die Familien.“ Er wisse natürlich, dass man mehr tun könnte, aber Spielräume für die öffentlichen Haushalte seien begrenzt.

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