Auch in der Hauptstadt zu spüren
Starkes Erdbeben erschüttert Land in Südamerika
25.09.2025 – 11:55 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein heftiges Erdbeben trifft die Menschen in Venezuela – viele rennen auf die Straße. Auch in 600 Kilometern Entfernung zittert die Erde.
Ein starkes Erdbeben hat in der Nacht auf Donnerstag den Nordwesten Venezuelas erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte hatte das Beben eine Stärke von 6,3. Das Epizentrum lag demnach rund 27 Kilometer von der Stadt Mene Grande im Bundesstaat Zulia entfernt – in einer Tiefe von 14 Kilometern.
Auch in der Hauptstadt Caracas, über 600 Kilometer vom Epizentrum entfernt, waren die Erschütterungen deutlich zu spüren. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, dass dort zahlreiche Menschen auf die Straßen liefen.
Laut US-Erdbebenwarte bestand keine nennenswerte Gefahr eines Tsunamis. Auch Venezuelas Innenminister Diosdado Cabello äußerte sich beruhigend: Im staatlichen Fernsehen sagte er, es habe „keine nennenswerten strukturellen Schäden“ gegeben.
Nur wenige Stunden vor dem Beben bei Mene Grande hatte bereits ein Erdstoß der Stärke 6,2 die Region erschüttert. Auch dieses Beben war weit zu spüren – unter anderem in Teilen Kolumbiens sowie auf den Karibikinseln Aruba, Curaçao und Bonaire.
Rund 80 Prozent der Bevölkerung Venezuelas leben in Gebieten, in denen es zu Erdbeben kommen kann. Doch starke Beben sind vergleichsweise selten.
Die schwersten bekannten Beben der jüngeren Geschichte ereigneten sich 1997 und 1976: Im Bundesstaat Sucre starben 1997 insgesamt 73 Menschen. Und als 1976 ein Erdbeben die Hauptstadt Caracas erschütterte, kamen fast 300 Menschen ums Leben, rund 2.000 wurden verletzt.
