Geplante Rüstungsausgaben

Das könnte Rheinmetall das Geschäft verhageln


28.07.2026 – 15:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Artilleriemunition von Rheinmetall: Die Ausgaben der Regierung für Munition wie diese soll offenbar sinken. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Noah Wedel)

Die Bundesregierung will den Verteidigungsetat weiter ausbauen. Klassische Rüstungsunternehmen könnten aber an Bedeutung verlieren.

Die Bundesregierung plant offenbar, 2027 weniger Geld für Munition auszugeben als 2026. Das geht aus Entwürfen für den Haushaltsplan hervor, die der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ vorliegen. 2027 sollen demnach 9,6 Milliarden Euro für Munition ausgegeben werden, 2026 sind elf Milliarden Euro eingeplant.

Insgesamt sind 109,7 Milliarden Euro für den Verteidigungshaushalt 2027 eingeplant, also etwa 1,5 Milliarden mehr als in diesem Jahr. Hinzu kommen Mittel aus dem Sondervermögen der Bundeswehr, wie das Finanzministerium mitteilte. So soll bis 2029 die Nato-Quote von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Rüstungsausgaben erreicht werden.

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In diesem Zusammenhang sind auch die Ausgaben für Munition gestiegen. 2025 lagen sie noch unter vier Milliarden Euro. Doch unter dem Eindruck des Ukrainekriegs verlagert sich der Fokus weg von herkömmlichem Kriegsgerät wie Panzern und Artilleriegeschossen hin zu neuartigen Technologien wie Drohnen, berichtet „Bloomberg“.

Munition verliert an Bedeutung

Deutsche Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall könnte diese Entwicklung vor eine Herausforderung stellen. Der Fokus auf Panzer und Artillerie bei dem Düsseldorfer Konzern führt dazu, dass er gegenüber Firmen, die Drohnentechnologie anbieten, ins Hintertreffen gerät, berichtet „Bloomberg“.

Anleger könnten diese Einschätzung teilen, die Aktien des Unternehmens sind in diesem Jahr um über 30 Prozent gefallen. Der Entwurf zum Verteidigungshaushalt könnte nun weitere Unsicherheiten hinsichtlich des Investitionswerts traditioneller Rüstungsunternehmen wecken.

Eine Sprecherin des deutschen Verteidigungsministeriums erklärte gegenüber „Bloomberg“ zwar, sie könne sich noch nicht zu einzelnen Budgetposten äußern, betonte aber, die Munitionsbeschaffung sei und bleibe eine Priorität. Rheinmetall äußerte sich bislang nicht zum Haushaltsentwurf.

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