Massiver Stromausfall dauert an
Erste Bewohner wieder an das Netz angeschlossen
Aktualisiert am 04.01.2026 – 08:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Brand an einer Kabelbrücke legt mehrere Stadtteile in Berlin lahm. Die Reparatur dauert noch tagelang – für ein paar Bewohner gibt es gute Nachrichten.
Ein großflächiger Stromausfall hat in Berlin-Südwest 45.000 Haushalte und 2.200 Firmen in die Dunkelheit gestürzt. Der Blackout begann am frühen Samstagmorgen durch einen Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal zum Kraftwerk Lichterfelde.
Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Dem für politische Straftaten zuständigen Staatsschutz liegt ein Bekennerschreiben vor. Es wird auf Echtheit geprüft. Mehr dazu hier.
In der Nacht auf Sonntag durften dann einige Menschen aufatmen: In Lichterfelde konnten 7.000 Haushalte wieder an das Stromnetz angeschlossen werden, teilte der Betreiber Stromnetz Berlin mit. Die übrigen rund 38.000 Haushalte sind weiterhin ohne Strom.
Betroffen sind die Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf und Wannsee. Die Reparatur des Stromnetzes gestaltet sich schwierig. Laut Stromnetz Berlin könnten voraussichtlich erst am Donnerstag um 14 Uhr alle Stromkunden wieder versorgt werden.
Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf hat Notunterkünfte eingerichtet. Der Bezirk schrieb: „Da der Stromausfall noch auf unbestimmte Zeit andauern wird, weichen Sie bitte auf Familie, Freunde und Bekannte aus.“
Eine Mitarbeiterin des Roten Kreuzes berichtet aus einer Notunterkunft: Einige Menschen blieben nur kurz, um sich aufzuwärmen oder das Handy zu laden. In der Unterkunft stünden 250 Betten zur Verfügung.
Die Polizei zeigt verstärkt Präsenz auf den Straßen. Sie informiert per Lautsprecherwagen und gibt Tipps: „Prüfen Sie daher, ob Sie die Möglichkeit haben, bei Freunden oder Verwandten unterzukommen. Nutzen Sie Mobiltelefone sparsam. Denken Sie an ältere oder hilfsbedürftige Personen und bieten Sie Hilfe an. Halten Sie für die Abendstunden Taschenlampen oder batteriebetriebene Leuchten bereit.“
Supermärkte und viele Läden mussten schließen. Bewohner einiger Pflegeheime wurden in andere Einrichtungen gebracht. Krankenhäuser stellten auf Notstromversorgung um.
