„Ich zittere immer noch“
Massensturz: Dramatische Szenen bei Tour-Etappe
16.07.2026 – 19:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf der zwölften Etappe der Tour de France kommt es zu einem Crash zahlreicher Fahrer. Ein deutscher Teilnehmer wird danach deutlich.
Nach dem Massencrash bei Tempo 60 steckte Pascal Ackermann der Schreck noch in den Knochen. „Der Sturz war direkt neben mir. Ich zittere jetzt noch. Ich bin gerade noch so durchgekommen“, schilderte der frühere deutsche Meister die dramatischen Szenen auf der zwölften Etappe der Tour de France in Chalon-sur-Saône.
„Es war ziemlich knapp. Ich habe mich schon bereitgemacht, den Lenker richtig festgehalten, falls ich springen muss. Aber sie sind gerade so in die andere Richtung geflogen“, ergänzte Ackermann, der 15. wurde.
Der Kolumbianer Fernando Gaviria hatte den Crash im Finale ausgelöst, mehr als ein Dutzend Fahrer kam bei Höchstgeschwindigkeit zu Fall. Nur eine kleine Gruppe davor wurde von dem Sturz nicht beeinträchtigt. So durfte an der Spitze wieder Tim Merlier jubeln, der zum Hattrick raste. Der Belgier holte bei der womöglich letzten Massenankunft dieser Tour seinen dritten Tagessieg und etablierte sich damit als Sprintkönig der 113. Frankreich-Rundfahrt.
Kanter bester Deutscher auf Platz sieben
Merlier siegte auf der zwölften Etappe nach 179,1 Kilometern mit Start auf der Rennstrecke in Magny-Cours vor dem Niederländer Olav Kooij und seinem belgischen Landsmann Jasper Philipsen. Den deutschen Sprint-Assen blieb erneut eine Nebenrolle. Als bester Deutscher sprintete Max Kanter auf den siebten Platz. Auch der Cottbuser hatte Glück: „Es war knapp hinter mir. Von rechts kam eine Welle und dann haben sie sich irgendwo aufgehangen.“
Für eine Top-Platzierung reichte es trotzdem nicht. „Wir waren vielleicht einen Tick zu früh, aber lieber zu früh als zu spät. Es war eigentlich okay. Ich verliere viele Positionen, der Weg war für mich zu lang“, sagte Kanter in der ARD.
In der Gesamtwertung blieb alles beim Alten. Der slowenische Favorit Tadej Pogacar hat weiter einen komfortablen Vorsprung von über drei Minuten auf den Dänen Jonas Vingegaard. Der deutsche Hoffnungsträger Florian Lipowitz liegt 4:44 Minuten zurück auf Platz sechs.
Die Nummer eins bei den Sprintern ist Merlier, der bereits zum zehnten Mal bei den drei großen Rundfahrten triumphierte. Dabei ist es erst sein sechster Start bei Tour, Giro oder Vuelta. 2024 gewann er auch die Europameisterschaft und setzte sich dabei gegen seinen namhaften Landsmann Philipsen durch.
