Im Nordatlantik

Infektionskrankheiten breiten sich aus: Deutsches Schiff hängt fest


Aktualisiert am 19.11.2025 – 11:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Marineschiff „Berlin“ (Archivbild): Seit Tagen verzögert sich die Weiterreise wegen mehrerer Krankheitsfälle. (Quelle: Bundeswehr)

Ein deutsches Marineschiff ist im Nordatlantik, als immer mehr Soldaten erkranken. Der Kapitän entscheidet sich zu einem folgenreichen Schritt.

Seit zehn Tagen liegt das deutsche Marineschiff „Berlin“ im Hafen von Bermuda vor Anker. Mehrere Krankheitsfälle an Bord zwingen die Soldaten zum außerplanmäßigen Stopp. Ob das Schiff vor Weihnachten wieder zurück in Deutschland sein wird, ist ungewiss.

Wie eine Sprecherin der Deutschen Marine t-online am Mittwochmorgen sagte, diene der Aufenthalt im Hafen „der Genesung der Besatzung“. Die Zeit werde zudem genutzt, um frischen Proviant aufzufüllen. Welche Krankheiten ausgebrochen sind, sagte die Sprecherin nicht. Es handle sich um „Infektionserkrankungen mit klinisch milden Verläufen“. Zur genauen Anzahl der Erkrankten könne man „aus Gründen der militärischen Sicherheit“ keine Angaben machen.

Laut einem Bericht der „Wilhelmshavener Zeitung“ sind zahlreiche Soldaten an Grippe, einige weitere an Windpocken erkrankt. Die Infektionszahlen seien aber seit Tagen rückläufig, sagte die Marinesprecherin t-online.

Der Einsatzgruppenversorger „Berlin“ hatte im August seinen Heimathafen Wilhelmshaven mit rund 240 Besatzungsmitgliedern verlassen. Das Schiff nahm an mehreren Manövern im Atlantik teil und sollte dabei hauptsächlich die logistische Versorgung der teilnehmenden Kriegsschiffe der Partnerländer auf See sicherstellen. Während seiner Reise steuerte das Marineschiff unter anderem Grönland und New York an. Zuletzt war die Besatzung von Miami aus auf dem Rückweg nach Niedersachsen.

Gemäß ursprünglicher Planung sollte die „Berlin“ kurz vor Weihnachten wieder in Wilhelmshaven einlaufen. Ob dieser Plan durch die nun schon zehntägige Unterbrechung eingehalten werden kann, ist offen. Die Weiterfahrt werde „schnellstmöglich angestrebt“, sagte die Sprecherin. An erster Stelle stünden aber die Genesung und medizinische Versorgung der Soldaten.

Die Sprecherin fügte hinzu: „Aus Gründen der militärischen Sicherheit können wir keine genauen Angaben zu Daten und Terminen machen.“

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version