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You are at:Home»Panorama»Marc Lehmann: Jetzt platzt die Walflüsterer-Legende
Panorama

Marc Lehmann: Jetzt platzt die Walflüsterer-Legende

wochentlich.deBy wochentlich.de11 Juli 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Marc Lehmann: Jetzt platzt die Walflüsterer-Legende
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Der gestrandete Wal Timmy bewegte Millionen und machte Robert Marc Lehmann zum gefeierten „Walflüsterer“. Doch aus der Rettungsmission wurde ein öffentliches Drama voller Eitelkeit.

Als Ende März am Timmendorfer Strand ein Buckelwal strandete, nahm nicht nur ein wochenlanger Kampf um das Leben des Meeresgiganten seinen Lauf, sondern auch ein persönliches Drama: das von Robert Marc Lehmann.

Im ersten Akt forderte der studierte Biologe und Influencer, der Natur ihren Lauf und den Wal in Ruhe sterben zu lassen. Wenige Tage später eilte er plötzlich an die Ostsee, um das Tier von einer Sandbank zu retten. Eine Wende um 180 Grad. In Niendorf avancierte Lehmann schnell zum Star. Bilder vom Biologen im Taucheranzug gingen durch die Medien. Lehmann stand neben dem Wal, legte ihm die Hand auf, redete dem Tier gut zu. Wenn er nicht gerade am Wal posierte, gab Lehmann Interviews. Die Zahl seiner Bewunderer wuchs. Die Legende vom „Walflüsterer“ war geboren.

  • „Es ging in die Hose“: „Walflüsterer“ Marc Robert Lehmann in der Kritik
  • „Irreführend“: Neuer Wirbel um den „Walflüsterer“ Marc Lehmann

Marc Robert Lehmann: Vom Helden zum Opfer

Doch dann folgte die nächste Wende. Im zweiten Akt wurde der Held zum Außenseiter. Das Misstrauen wuchs schnell. „Schon als Lehmann sich das erste Mal mit einem Boot dem Wal näherte, war ihm sein Selfiestab wichtiger als alles andere“, sagte Sven Partheil-Böhnke, der Bürgermeister von Timmendorfer Strand. Der Influencer habe sich weniger für den Wal interessiert als für die Frage, wie er sein Filmmaterial möglichst schnell ins Netz stellen kann. Seine Einschätzungen zum Zustand des Wals seien hingegen frappierend falsch gewesen.

  • Newsblog: Buckelwal vor Dänemark gestrandet – alle Entwicklungen

Als der erste Rettungsversuch scheiterte und der Wal wieder auf einer Sandbank lag, Lehmann aber sich weiter als Boss aufführte, riss den beteiligten Behörden und Experten der Geduldsfaden. Eine Rüge des Bürgermeisters hielt Lehmann nicht aus, packte seine Sachen und reiste beleidigt ab. „Egal, was er gemacht hat, es ging in die Hose. Ihm waren nur seine Instagram-Storys wichtig“, lautete das Urteil des Bürgermeisters.

Lehmann aber schlüpfte in die Rolle des Opfers, das einfach zu viel weiß und zu oft recht hat – und deswegen ausgeschlossen wird. Im dritten Akt seines eigenen Dramas suhlte sich Lehmann in dieser Rolle. Wochen später – zu einem Zeitpunkt, zu dem der Wal wahrscheinlich längst tot auf dem Meeresgrund liegt – zerrt Lehmann sich selbst erneut ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

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