Ex-Nationaltorwart teilt aus

Kritik an Neuer? „Kotzt mich richtig hart an“


26.06.2026 – 19:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Kritischer Blick: Manuel Neuer erwischte gegen Ecuador keinen guten Tag. (Quelle: IMAGO/DeFodi.de/imago-images-bilder)

Beim 1:2 im abschließenden Gruppenspiel sieht die deutsche Nummer eins mehrfach nicht gut aus. Ein früherer Kollege wird deutlich – aber anders als erwartet.

Der frühere Fußball-Nationaltorwart Timo Hildebrand hat Manuel Neuer aufs Schärfste gegen die Kritik nach der WM-Niederlage gegen Ecuador (1:2) verteidigt. „Ich lese Torwartpatzer von Manuel Neuer, Torwartfehler. Ich sag’s euch: Ihr habt alle keine Ahnung! Und es kotzt mich richtig hart an, ehrlich“, sagte Hildebrand in einem Video bei Instagram. Im Begleittext dazu nennt er die Debatte „typisch deutsch“.

In der fraglichen Szene vor dem Tor zum 1:2 sei es „brutal schwer“ für Neuer gewesen. Die Fehler hätten drei Feldspieler gemacht, „alle drei Spieler können dieses Tor vorher verhindern“, argumentierte Hildebrand.

Er ergänzte: „David Raum – Kopfballduell verloren. Jamal Musiala – lässt sich wegschubsen wie ein Schuljunge. Jonathan Tah – steht einfach falsch. Der einzige in dieser Szene, der sich richtig verhält, ist Toni Rüdiger. Darüber redet gar keiner. Alle hacken wieder auf Manuel Neuer rum.“

Timo Hildebrand: Zwischen 2004 und 2007 absolvierte der Torwart sieben Länderspiele für Deutschland. (Quelle: IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel/imago-images-bilder)

Es „kotze“ ihn an, fügte der 47-Jährige hinzu, dass Neuer „der Depp“ sein solle. „Alle haben ihn gefordert, dass er WM-Torhüter werden soll – und jetzt?! Medien, Fans (…) – ihr habt einfach keine Ahnung! Niemand von euch hat wahrscheinlich jemals im Tor gestanden. Lasst Manuel Neuer in Ruhe, schreibt lieber über die drei Spieler. Grüße gehen raus an all die super Experten da draußen. Triggert mich hart!“

Für seinen Beitrag erntete der siebenmalige Nationalspieler, der noch immer den Bundesliga-Rekord mit der längsten Serie ohne Gegentor hält (884 Minuten), viel Hass. „Es macht mich wirklich traurig zu sehen, wie Menschen miteinander umgehen“, schrieb er in einem späteren Post.

Und weiter: „Es bleibt null sachlich, es wird gestänkert, beleidigt, beschimpft.“ Den Menschen, die ihn anfeindeten, rief er zu: „Was gibt es euch? Fühlt ihr euch dann besser? (…) Schäme mich manchmal für solche Abgründe, die sich auftun.“

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