„Teilnehmende reagierten nur zögerlich“
Mann stirbt bei Mammutmarsch – Feuerwehr kritisiert Wanderer
12.10.2026 – 11:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei einem sogenannten Mammutmarsch bricht ein Mann zusammen, die Feuerwehr berichtet über Ärger mit anderen Teilnehmern. Jetzt ist der 53-Jährige gestorben.
Der Wanderer, der am Samstag bei einem sogenannten Mammutmarsch im Ruhrgebiet zusammengebrochen ist, ist im Krankenhaus gestorben. Das berichtet der WDR unter Berufung auf die Polizei. Demnach starb der 53-Jährige aus Iserlohn am Sonntag in einem Dortmunder Krankenhaus.
Nach dem Einsatz am Samstag hatte die Feuerwehr scharfe Kritik geäußert. Der 53-Jährige war gegen 9.50 Uhr kollabiert, ein Begleiter des Mannes und weitere Ersthelfer begannen mit Reanimationsmaßnahmen. Doch als die Feuerwehr zu dem Patienten wollte, hatten die Retter eigener Auskunft zufolge Probleme bei der Anfahrt.
Feuerwehr verärgert über Mammutmarsch-Teilnehmer
Die Anfahrt habe sich schwierig gestaltet, „da viele Teilnehmende nur zögerlich auf Blaulicht und Martinshorn reagierten“. Die Feuerwehr sei zudem mit der Abschirmung des Patienten gefordert gewesen, „da einige Läufer die Einsatzstelle unmittelbar passieren wollten“. Auch auf Weisung der Feuerwehr hin hätten diverse Teilnehmer diskutiert. „Wir wollen doch nur hierher“, hätten einige gefordert.
Teils seien Läufer aus Büschen oder Seitenwegen gekommen, weil sie nur kurz hinter der Einsatzstelle hätten abbiegen wollen, berichtete der WDR. Ein Feuerwehrsprecher appellierte hinterher eindringlich: Einsatzstellen seien „ohne große Nachfragen zu meiden und Fahrzeugen mit Blaulicht und Martinshorn die nötige Aufmerksamkeit zu schenken“.
Sogenannte Mammutmärsche gibt es in unterschiedlichen Distanzen. „Bei uns wanderst du, bis es weh tut“, heißt es auf der Seite des Veranstalters. „Und dann gehst du weiter. Am Ende weißt du, dass dich nichts mehr aufhalten kann.“ Der Marsch am Samstag war in Dortmund gestartet, angeboten wurden 30, 42 oder 55 Kilometer.