Haftstrafe droht
Nach 40 Bier: Mann stiehlt Flamingo aus Hotel
20.10.2026 – 11:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach fast 40 Gläsern Bier hat ein Mann in Las Vegas eine Idee: Er steigt in ein Hotel-Gehegen und nimmt einen Flamingo mit. Nun droht im eine ernste Haftstrafe.
Ein echter Flamingo als Souvenir aus Las Vegas? Ein 34-Jähriger hat einen Vogel aus dem Gehege eines Hotels in der US-amerikanischen Kasinostadt geholt – und ihn als Scherz für Fotos mit auf sein Zimmer genommen. Nun wurde er wegen Tierquälerei schuldig gesprochen. Dem Mann drohen bis zu viereinhalb Jahre Haft, wie das „Las Vegas Review-Journal“ berichtet. Laut Staatsanwaltschaft erlitt das Tier dabei Schmerzen und Verletzungen.
Der Kanadier schilderte vor Gericht eine durchzechte Nacht: Am 2. März habe er schätzungsweise 30 bis 40 Bier getrunken und gespielt, berichtete der Sender Fox5 Vegas. Am frühen Morgen des Folgetags sei er gegen 5 Uhr betrunken und übermüdet am Gehege des Hotels „Flamingo“ am berühmten Las Vegas Strip vorbeigelaufen.
Flamingo als Scherz für ein Foto mitgenommen
Dabei habe er einen Vogel mit auffällig gehaltenen Flügeln bemerkt und sei unerlaubt in das Gehege gestiegen, wie er selbst einräumte. Den Flamingo namens Peachy habe er schließlich als Scherz für ein Foto mitgenommen. Nach eigenen Angaben blieb das Tier nur zwei bis drei Minuten in seinem Hotelzimmer.
Laut Medienberichten argumentierte sein Verteidiger, der 34-Jährige habe keine böse Absicht gehabt. Die Aktion sei dumm und dem Alkohol geschuldet gewesen. Die Staatsanwaltschaft hielt dagegen: Der rosafarbene Vogel sei zum Gegenstand eines Scherzes geworden. Sachverständige hätten bestätigt, dass Peachy verletzt worden sei und Schmerzen erlitten habe.
Verkündung des Strafmaßes am 1. Dezember
Der Angeklagte bestritt, dem Tier absichtlich geschadet zu haben. Zugleich räumte er laut Fox5 Vegas ein, dass die Videoaufnahmen des Vorfalls schlecht aussähen. „Ich übernehme die Verantwortung“, wird er aus dem Prozess zitiert.
Am Montag sprach eine Jury den Kanadier in zwei Anklagepunkten der Tierquälerei schuldig. Bis zur Verkündung des Strafmaßes am 1. Dezember darf er unter Hausarrest bleiben.
