Offener Haftbefehl
Mann raucht in ICE – 25 Tage Gefängnis
14.12.2025 – 16:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Mann will sich im ICE von Köln nach Berlin eine Zigarette anstecken. Die Polizei kommt – und bringt den 36-Jährigen direkt in eine Justizvollzugsanstalt.
Die Lust auf eine Zigarette hat einen Bahnreisenden ins Gefängnis gebracht: Wie die Bundespolizei am Sonntag mitteilte, lag gegen den in einem ICE erwischten Raucher ein Haftbefehl vor, dem sich dieser bislang entzogen hatte.
Der Polizeieinsatz fand demnach am Freitagmittag im Magdeburger Hauptbahnhof statt. Gegen 13.30 Uhr habe der 36 Jahre alte Passagier versucht, im Intercity-Express von Köln nach Berlin zu rauchen. Der Zugbegleiter warf den Mann daraufhin an Gleis 7 aus der Bahn und rief die Polizei.
Als die Beamten die Personalien überprüften, stießen sie auf den offenen Haftbefehl. Das Amtsgericht Frankfurt am Main hatte den Österreicher im Juli wegen des Erschleichens von Leistungen zu einer Geldstrafe von 375 Euro beziehungsweise zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen Haft verurteilt. Doch der Mann zahlte nicht und tauchte auch nicht zum Haftantritt auf.
Daraufhin erließ die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main im September einen Vollstreckungshaftbefehl. Weil der 36-Jährige seine Strafe auch am Freitag nicht zahlen konnte, kam er der Bundespolizei zufolge aus dem Gewahrsam am Magdeburger Hauptbahnhof direkt in eine Justizvollzugsanstalt.
Bereits eine Woche zuvor war es in Magdeburg zu einem ganz ähnlichen Vorfall gekommen: Am Nikolaustag hatten Beamte im Hauptbahnhof einen 26-Jährigen kontrolliert, der zwei Geldstrafen von insgesamt 2.460 Euro wegen Diebstahls und Körperverletzung nicht gezahlt hatte.
Er kam ebenfalls in eine Justizvollzugsanstalt. In seinem Fall lag die verhängte Ersatzfreiheitsstrafe bei 82 Tagen.
